20.5 Erſtes Kapitel,
Es werden aber die eingeſammleten Cicheln auf dem Boden, oder in einer luftigen Kammer bis zur -Ausſaat dergeſtalt verwahret, daß ſie im Beete, 3 bis 4 Zoll, oder einer Querhand hoch aus einander “gebracht werden, bis ſie ihre Nachreife erhalten ha- ben, welche daran erfannt wird, wenn ſie jämmtlich braun geworden ſind. Die Eicheln aber, welche bey
"Regenwetter haben geleſen werden müſſen, durfen nicht ſo hoch wie jene, ſondern nur einzeln neben ein- „ander gelegt, gefehrt und getronet werden, bis ſie zuleßt immer dier zuſammen gebracht werden. Je 'fürzere Zeit man ſodann hier die Cicheln ruhen laßt, oder je eher die geleſenen Eicheln wieder in die Erde gebracht werden, deſto beſſer geht alles von ſtatten.
Wenn die auf vorbeſagte Art aufgeſchütteten Ei- eln einige Tage gelegen haben, werden ſie anfan- gen zu ſchwißen, ſo daß ſie auswendig auf der Schale, wenn ſie auch noch ſo tro>en eingebracht worden, ganz naß werden. Jn dieſem Zuſtande werden ſie täglich ein-,bis zweymal umgeſchüppet, oder mit der
Harfe tüchtig„durchgearbeitet, weil ſie ſonſt leicht ſtocken, ſchwarz werden, und der Keim zum Wach- ſen untüchtig wird; oder aber, wenn ſie auf der Erde oder auf einem Lehmboden liegen, leicht ausfeimen.
Um feine madichte und daher zum Aufgehen un- tüchtige Saateicheln zu haben, kann man ſie vor dem Ausſäen in ein Faß mit Waſſer ſchütten, welches unten einen Zapfen hat, um das Waſſer davon wie- „der ablaufen zu laſſen. Die oben ſchwimmenden Ei- <eln ſind madichr, die zu Grunde gehenden aber gut. Jene werden daher oben abgenommen und wegge- worfen. 1:4
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