Teil eines Werkes 
5 (1786) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 5
Entstehung
Seite
37
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Die Waldbäume. 37 D. Zeit der Ausſaak.

Die beſte Zeit der Ausſaat iſt diejenige, welche von der Natur t(elbſt angewieſen wird, nämlich der Herbſt, zu Ausgange des Octobers bis den ganzen November hindurch, wenn es die Witterung noch zuläßt. Zu dieſer Zeit ſind die Eicheln mit dem na- türlichen Safte und Oele noch angefüllet, bringen ihre eigene Kraft mit in die Erde, und können ſich gleich an den Orten, wo ſie einwurzeln ſollen, aus- dehnen, und ihre Keimen ausſeßen. Denn man ſiehet, daß der ſich ſelbſt ausſäende Saame gemeiniglich ſo gar auf ſchlechtem Boden ſo freudig aufſchießet.

Und hierinn ſollte man der Natur auf einem ho- hen, tro>nen und ſandichten Boden., hauptſächlich nachgehen. Denn wenn man auf ſelbigem im Fruüh- jahre erſt die Ausſaat unternehmen wollte, und es erfolgte eine tro>ne Witterung, ſo können viele, oder gar die meiſten Cicheln ſo zurückbleiben, daß ſie ent- weder nicht aufgehn, oder nach dem Aufgehn nur kümmerlich fortwachſen. Hat man aber einen Bo- den zu. beſaen, der das Gegentheil von dem obbe- ſagten iſt, kann man die Ausſaat wohl bis in den Frühling, aber ſo, verſparen, daß man damit nicht zu lange warte, bis die Winterfeuchtigkeit den Bo- den ſchon verlaſſen hat. Denn man muß immer be- ſorgen, daß eine auf die Saatzeit folgen könnende Dürre das Ausfkeimen des Saamens zurücſeßen könne.

Um die Saateicheln zur Frühlingsſaat gut auf- zubewahren, kaun man ſich folgender Methode bedie- nen: Man nüumt ein Faß oder einen Kaſten, bringt unten eine etwas ſtarke Lage troEnen Sandes in den- ſelben, darauf eine Lage Eicheln, hierüber wieder ein? tage Sand, und ſo weiter fort, doch ſo, daß die=

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