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Die"Waldbäume. 25
GC. Sammlung und Aufbewahrung der Saateicheln. ZE
Es iſt unſtreitig die beſte Weiſe, die Saateicheln in ihrem reifſten Zuſtande zu nehmen, wenn ſie frey- willig von den Bäumen oder bey gelindem Winde abfallen.
Sollte man in der Nothwendigkeit ſeyn, naſſe Eicheln ſammeln zu müſſen, ſo muß man ſie auf einem luftigen Boden dünne ausſtreuen, und mit der Harke oft umwenden laſſen. Heitere und ſtille Tage ſind aber freylich der Eichelnleſe günſtiger, als Re- genwetter. Denn wenn die Eicheln auf dem Boden unter ihren Bäumen einige Tage in der Näſſe liegen müſſen, ſo gehen ſie leicht an, und werden ſtockig.
Die vom Winde abgeſchlagenen Eicheln können
" nicht durchgängig für reife angeſehen werden. Wenn
dergleichen ſchon einige Tage unter einem Cichbaume gelegen hätten, können ſie durch die bereits verätt- derte Farbe von den friſchen und reif abfallenden, leicht unterſchieden werden.
Man geht mit der Cichelnleſe am ſicherſten, wenn man ſich erſt im Herbſte, wenn bereits einige kalte Nächte eingetreten ſind, damit beſchäftiget. Mäßi- ger Froſt ſchadet noch nichts, wenn es nur nicht den Tag vorher geregnet hak. Eicheln, die im September und vor den erſten kalten. Nächten abfallen, pflegen nicht die beſten, zum Theil auch madicht zu ſeyn. Der Ausgang des Octobers ijt daher die eigentliche Jahreszeit, die Saateicheln einzuſammeln.
Die geſammelten Eicheln muß man nicht in den Säcken ſtehen laſſen. Wenn. ſie ſchon nicht naß ſind, und bleiben nur einige Tage in den Säen, ſo brennen ſie ſich, werden inwendig mehlicht und
ſchwarz, und taugen nichts mehr zur Saat. C 2 8


