22 Erſies Kapitel.| Chriſtenthume anfingen ſich höhere Gedanken zu ma vE hen, und. ihm geneigter wurden.-"SE .- Moch können wir in unſern Tagen dieſen Baum mw in gewiſſer Abſicht zum Gegenſtande unſrer Achtung| ,.., machen, weil wir nur durch ihn, als Pflanzer, un-| NIE ſer Andenken bis auf die ſpäteſte Nachwelt bringen| wh können, und ſolche als Pyramiden gleichſam anſehn,| vis: die ſo viele Jahrhunderte nach uns unſern Namen| M auf die ſpate Nachwelt bringen fönnen, ohne daß uns|"WP ſolche Stiftung unſers Andenkens. große Mühe und| /D Koſten verurſachet. Jch kenne noch hin und wieder zZ im Preußiſchen Abkömmlinge ſolcher Vorältern, wer theils des Mittel- theils des gemeinen Standes, wel-"K - he öfters ihren Kindern und Freunden, die Cichbäu-|- iW me zeigen, welche ihre Vorfahren unter der Regie-| ju24 rung Friedrichs des erſten Königs in Preußen ange-| vv pflanzet haben, da es unter ihm Geſeß war, daß die| X Heyratyenden ohne Baumpflanzung nicht in die Ehe| mü treten ſollten, Jch ſelbſt habe mit einem vor einigen aan 20 Jahren bereits verſtorbenen Beamten, oftmals|(SW einen Spaziergang des Sommers nach ein Paar von| MG ſeinem Wohnorte nicht allzuweit entlegenen Eichen an-| ens ſtellen müſſen, welche ſein Vater bey ſeiner Ver-| M heyrathung angepflanzet hatte. Gemeiniglich nahm ap er jeine Kinder zum öftern auch mit zu dieſen Eichen, i94 um unter dem Schatten dieſer Bäume gleichſam fun - die Schatten ihrer Großältern zu ehren, und darun- ſm ter eine tleine Collation zu halten. Das Feyerliche vs dieſer Familien hatte ſolche Wirkung auf Enkel und dm) Enfelinnen, daß ſie Daumpflanzungen ſich zu einem nug tieblingsgeſchäfte machten, und ſomit um ſich her, we)
Nacheiferung erwecken konnten. v. Die Vermehrung der Cichen geſchiehet entweder Ne H durch Beſäung eines ſchi>lichen Plaßes mit dem Saa- D: men, auf weichem Plaße ſie ohne Verſesung bleiben, we 0dei


