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Die Waldbäume. 2x
nachher noch einmal ſo alt werden könne. Und da ihr an der Dicke, gleichfalls keine andre Baume gleich fommen, ſo findet man Beyjpieie von außerordent- lich 5ohen und dien Eichen aufgezeichnet. Gott? ſDdeo erwäahnet vn Fiore Praflica, S. 213. einer bey SWelau in dem Dorfe Oppen geſtandenen Ciche, de- ren Umfang 27 Ellen, im Durchſchnitte alſo unge- fehr 18 Fuß betrug. Dtürt beſchreibt in ſeiner Naturgeſchichte von Oxford eine Tiche, deren Aeſte, vom Stamme angerechnet, 54 Schuh hoch waren, und 304 Reuter, oder 4374 Fußgänger mit ihren Schatten bede>ten. Ralm hat in England eine gemeſſen, deren Stamm einige Fuß über der Erde 15 Ellen, und die Breite der Aeſte von Abend nach Morgen zu, 58 Ellen geweſen. Es iſt daher leicht abzunehmen, warum der Eichbaum nöchſt ſeiner Fruchtbarkeit bey den alten Griechen und Römern, vem Vater der Götter gewidmet, und ein Gegenſtand der Ehrerbietung bey den Alten geweſen, ſo wie un- ſre alten Deutſchen unter demſelben ihre Opfer dar- brachten, auch unter dem Schatten derſelben ihre Verſammlungen und Gerichte hielten. Als der hei- lige Bonifacius, der bekannte Apoſicl der Deutſchen, in Heſſen bey Grismao eine ungeheure große Eiche, worunter die Deutſchen ihren Gottheiten opferten, an- traf, ſo legte. er felbſt mit einigen andern Hand an, dieſen Baum umzuhauen. Sobald das Landvolf davon hörete, verſammlete es ſich in großer Anzav!: nicht nur, um die Beleidigung zu rächen, die ſei- nem Gottesdienſte zugefüget wurde; ſondern aud), weil es gewiß erwartete, daß der Donnergott ſelbſt die ihn geheiligte Ciche ſchäßen, und den Bonifa- cius mit ſeinen Gehülfen verzehren würde, Das Zerfallen der angehauenen Eiche in Stücken machte aber die Zuſchauer ſo beſtürzt, daß ſie alsbald vom
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