20 Erſtes Kapitel.
ner ſo zahm, daß ſie den Truthühnern auch noch im nächſtfolgenden Jahre, ohne Scheu oder fliegend zu ſeyn, überall im Felde zu Fuße nachfolgen. Nur muß fein jähriger Hühnerhahn, wenn er ſchon vor- dem Truthühner zu Brutmürtern uid Führerianen „gehabt hat, mit unter die GeAügelheerde kommen, weil er ſich mit den alten Truthühnern kämpfet, zur Flucht gezwungen, und hiemit die Hühner ſeines Ge- ſchlechts ihm zur Nachſolge und Zerſtreuung gerei- zet werden.
Das Abſchürteln der Maykäfer iſt die leichteſte und luſtigſte Sache, weil dazu kein Klettern, keine Leitern erfordert werden. Der Putenhüter oder Hüte- rinn, führet bey ſich eine lange leichte, oben am En- de mit einem eiſernen Haen verſehene Stange, an welcher er, wenn es Noth thut, noch eine zwegte lange Stange anbindet, um den Gipfel damit, wenn er zu hoch wäre, erreichen zu können. Denn dieſen ergreift er zuerſt mit dem Haken, und ſchüttelt ihn, damit die abfallenden Kafer von den untern Zweigen nach der Ordnung von oben herab abgeſchüttelt wer- den, und feiner auf den untern Zweigen liegen blei- be. Je heller und wärmer der Tag iſt, deſto beſſer fallen ſie. Jm Kühlen, beſonders gegen die Abend- zeit, fliegen jie davon. Hätte man aber kein Geflü- gel zum Auffreſſen der Käfer bey ſich, ſo müßen ſie in einem Sake aufgeleſen, und zu Hauſe den Enten oder Hühnern vorgeworfen, oder in einem Loche mit einer Keule todtgeſtampfet oder verbrannt werden. Scharret oder gräbt man ſie ein, ſo kriechen ſie aus der Erde wieder hervor,
„Die Ciche erreichet unter allen unſern Bäumen das höchſte Alter, und man nimmt gemeiniglich an, daß ſie 3 bis 400 Jahr im Wachsthum ſtehe, und
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