Teil eines Werkes 
5 (1786) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 5
Entstehung
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14
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14 Erſtes Kapitel,

will. Denn zuerſt an die beſſern Früchte gewohnt, laufen ſie, wenn dieſe ſparſam geworden ſind, überall unther, ſuchen die Ueberbleibſel hie und da zuſam»

men, daß ſie darüber ſehr abſchlagen. Kommen fie.

aber aus dem Refiere der Sommereicheln ganz hin- weg, ſo können ſie keinen Unterſchied zwiſchen beſſern und ſchlechtern Eicheln töglich mehr machen, und ſind daher genöthiget, das allein zu freſſen, was ihnen Feine Auswahl verſtattet.

Iſt aber vorher die mehr oder weniger helle Farbe der Blätter, als ein Unterſcheidungszeichen der bey» den Hauptveränderungen unſrer Landeiche angegeben worden, ſo iſt ſolche Farbe doch nebſt andern Geſtalten der Blätter im Anfange an dem jungen Triebe, und hernach an dem Laube ſehr veränderlich, daß alle Kenn» - zeichen der Blätter zuweilen ſich äydern, und letßtere eine ganz fremde Geſtalt annehmen, zumal an den Samentrieben, welche dem morgenländiſchen und an- Hern fremden Cichenlaube nicht ſelten ähnlich, und gegen einander ſehr unkenntlich werden.- Mit dem - ſpät qusbrechenden Laube kommt die gelbliche Bläthe ver Eiche, und manchmal bey uns noch in oder gar nach der Mitte des Maymonaths/ welche von den Bienen ſtark beſucher wird, und ihnen mehr als ir- gend eine andere ſtärfend, dabey auch zugleich ſehr nah- rend iſt, nachdem ſie von dem Beſuche der mancher- ley Obſtblüchen ſehr mate, und mit einem Durchlaufe befallen worden. Jc< habe daher ſeit langen Jah- ven bemerket, daß die Bienen an denjenigen Or- ten am munterſten ſind, und die früheiten Schwärme bringen, wo ſie Cichen in der Nähe haben, und ihre Blüthen benußen können, Dieſerhalb gönne ich auch um meiner Bienen willen den Eichen gernihren Platz längſt dem Gehege des Gartens, und ich leite die Haupturſach des ungleich geringern Honiggewinnſtes

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KEITEN EEEIGÄEE I