Teil eines Werkes 
5 (1786) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 5
Entstehung
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Die Waldbäume, I3

das Holz ſelbſt aber weißlicher, zäher und biegſamer,

jedoch dabey noch feſt genug, daß es ſeine Laſt trögt. Je höher der Boden liegt, auf welchem dieſe Cichen wachſen, deſto feſter iſt das Holz- Weil die Cichein Ffeüher reifen, folglich früher abfallen, ſo-fann ein Torſteigenthümer die Maſt im Auguſt ſichrer, aas die der Wintereichen in Anſchlag bringen, da leßtere,

wie zuvor geſagt worden, vey eiwanigen frühen Herbſt-

frojien gar leicht zerderben Funn, und alſo auf ſol- <he weniger ſichere Rechnung gemacht werden tann. Eine Anmerkung, welche die Forſibediente bey Be- ſichtigung und Tarirang ver Maſt, öfters zu ſehr aus der Acht laſſen, und hiemit machen, daß die einge- fehmten Schweine Hunger leiden; oder vor der ge- ſeßten Zeit aus der Maſt genommen werden müſen. Dieſerhalb iſt es in Anſehung viejes Umſtandes, um bey Ehre und gutem Namen zu bieiben, für Forſt- bediente rathſam, in Anſehung der Wintereichen den Mittelweg zu halten, und die Anzahl der einzu- fehmenden Schweine zu mäßigen, vaß däbey auf eine ſogenannte Nachmaſt Rückſicht genommen werde, und durch ſolche die gut durch den Herbſt gefommezen Eicheln der Wintereichen, die man hier zu kande'ge- meiniglich Lrufamaſt nennet, zuleßt Zenußt werden. Wobey in Anſehung der nach vorzunehmenden Anſa- ung over Anpflanzung der Eichen ſehr anzurathen iſt, daß nicht beyderley Arten unter einander gemen- get werden, wenn man, wie es doh überall auch ſeyn ſoll, auf vie Maſt Bedacht nehmen wiil. Sommer- eichen vor ſic) alſo allein, und Wintereichen auf ih- rem eigenen abgeſonderten Plaße. Denn wenn die Schweine die Sommereicheln erſt gekoſtet haven, ſo überlaufen ſie die Wintereicheln, weil ſie nicht jo ſüß, als jene ſchmec>en. Eine Urſach, weshalb in man- chen Forſten nichts rechts aus den Schweinen werden

will.