12 Erſtes Kapitel.
ßet. Auf hohen gebürgigten Gegenden iſt die Cultur der Wintereichen vorzüglich anzurathen, weil ſie wegen des ſpater ausſchlagenden Laaubes, hieſclbit von der länger fortdauernden Kalte nichts leiden,: hinge- gen die früher treibenden Gommereichen daſelbit zu Gründe gehn. So iſt auch die Anpflanzu ung dieſer Hauptvecanderung unſrer 2andeSeiche auf ver 4 bene,
wenigjiens zum vierkeit Theile aus dem Grunde ge-
gen vie Gommereiche gerechnet, anz UBE weil WUNDEN an den Sommereichen von den ſpäten May- fedſten, Blatter. und Blumen, folglich die ganze Maſt verlieren, da unterbeijen die Wintereichen 1. oder nichts leiden, und wenn der Herbit einſch lägt, ſehr gute Maſt tragen können.-“ es denn auc) erfah-
rungsmäßig iſt, daß die Wititereichen, welche auf dem Stamme noch nicht zu an geworden, oder noch nicht ganz aus LEIN heraus ſind, ebta ſo gutes zabes, und noch wohl feſteres ſteinhartes Hokz haben, welches dem Holze der Sommereiche in Anſehung dieſer Cigenſchaft wohl noch vorzuziehen iſt. Und um dieſer Eigenſchaft willen führen dergleichen Ei- <hen den Namen“Steinoeichen, weit ihr noch grünes Holz ſo ſteinhart iſt, daß Art und Beil zurückſprin- gen, und kaum anfaſſen wollen,
b) Die*S5ommereiche, Augſt- oder Auſt- Serfel- Srüb- große breitbläcterichte, 542 ſel- langſtielige» Loh- Maſt- Roth- oder Tanneiche. Die Blätter haben eine mehr dunkfel- grüne Farbe, und ſind vorne nicht ſo breit, als die von- der Wintereiche, auch ſind die Stiele kürzer, hingegen die Fruchtſtiele länger, und die Früchte DE ſen einzeln, oder doch nur 2 bis 3 neben einander. Von ihrer Art ſind ebenfalls Biume, jowohl mit ovalen, als zugeſpikten Früchten vorhanden, die man als Abarten anſehn kann, Die Kinde iſt der vorigen gleich,
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