Teil eines Werkes 
5 (1786) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 5
Entstehung
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Die Waldbäume. DE ſind, welches leßtere gemeiniglich an den Winterei- <hen wahrgenommen wird, ais wovon ſie muchnmaß- lich, wie auch von ihren ſehr ſpat reifenden Früchten den Namen bekommen haben. So wie nun die Blät»- ter dieſer Wintereichen ſpäter als an den Sommer- eichen ausbrechen, ſo kommen auch Blunien und Früchte ſpäter, als welche lestere im November reif werden,:

Die nur kleinen Früchte der Steineichen ſißen auf ganz kurzen Stielen, ſo daß ſie dicht auf den Zwei- gen zu liegen ſcheinen, es ſtehn derſelben 4, 6, 9 bis 12 Stück bey einander, und daher hat man die- ſer Eiche den Namen Trauben-.oder Trufeiche gegeben. Man findet Bäume dieſer Hauptänderung mit eyformigen, und andere mit ſpißigen Früchten.

' Viereiche nennet man ſie aber, weil ſie mehrentheils

4 neben einander ſißende Früchte hat. Die äußere Rinde bey den jungen Zweigen iſt weißlich und glatt, bey ältern aber am Stamme braun, zerriſſen und aus- geſurchet. Das röthliche Holz iſt gegen das Holz der Sommereiche mürbe und bönhicht, und trägt deßwegen, in der Länge geſchnitten, nicht ſo gutz auch nehmen es die Stabholzſchläger nicht gerne, weil ſie aus einem gleich dien Stücke Holze von der Sommereiche eher zween, als aus dieſer einen Stab

machen können. Zu Säulen, Riegeln u. d. gl. hat

es jedoch mit dem beſſern Holze der Sommereiche gleichen Nuten, wenn es nur der Näſſe nicht ausge- ſest ſeyn darf. Die Tiſchler wählen dieſes Holz auch nicht gern, weil es beym Hobeln leicht einbricht, und ihre Arbeit verzögert. Die Maſt iſt bey einfallen- den frühen Herbſifröſten, allemal verdorben; denn öf- ter5 iſt die Cichel zu dieſer Zeit kaum reif geworden, und wenn ſie ſchon abgefallen iſt, ſo wird ſie vom Lau- be nicht gehörig bede>t, und gegen die Kälte geſchü-

ket.