Teil eines Werkes 
5 (1786) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 5
Entstehung
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4 Erſtes Kapitel,

eingerichtet, und die Bauerwirthſchaft verträgt ſich auch nicht mit Miethsleuten, weil ſelbige auf dem ganzen Hofe Blöße hat, und nicht ins Enge, oder unter dem Schloſſe, gleich den Bürgerwirrsſchaften in Scädten gehalten werden kann. Sind alſo Dorſ- wirthſchaften, in dexen Jtahe das Bau- und Drer.n- holzin mäßigem Preiſe zu daben iſt, ſo bauet der Bauer ſeinem Sohne oder Tochter ein Häuslein, ſo bald ſie Fuſt zum Heyrathen befommen, und dieſe meldet ſich - bald an, wenn ſie nur wiſſen, wo ſie ihre bieibende Stäte haben können, und daher nicht als Mieths» leute in Sorge ſeyn dürfen, bald hie bald dorthin umher getrieben zu werden. Cin Staat aiſo, und beſonders ein militäriſcher, muß die Chen des Land- volks erleichtern. Und hierzu hat er fein gewiſſeres Mittel, als die durchgängige Beförderung des Holz- wuchſes. Vom Verfalle der Manufakturen und Fa- brifen durch den Holzmangel will ich) jeßt Richts ge- denken.

Sollte jemand 17 mehr Beweis hievon ver- langen, daß die Wohlfeilheit des Bau- und'Brenn- holzes die Volksmenge ſehr begünſtige, der denke nur an die Wenden in der Lausnis, W eſtphälinger und Niederſachſen., Die Wenden gehen im Som- mer, beſonders gegen die Aerndte, gleichſam in Hee- reszügen aus ihrem Baterlande bis nach Thuringen hin, um durch Feldarbeit Verdienſt in den reichen Kornläandern zu haben, und kehren mit ſelbigem ge- gen den Winter in ihre Heymach zurük. Warum iſt ihnen ihr mageres kornarmes Vaterland lieber,

' und warum ziehen fie nicht mit Weib und Kindern in jene fette kornreiche Länder hin, wo ſie fein ſchwar- zes Brod, wie zu Hauſe eſſen, auch des Winters noch Arbeit finden könnten? Sie wollen Weib und Kinder im Winter nicht frieren laſſen. Mit den

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