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Pflege und Erhaltung des Weins. 5:23
ſolche Weine geſeuerte, doh ſiud ſie nicht ſo geſund, als die frey ausgebrauſet haben,=- Dies VWerfah« ren, wenn anders die Nachricht gegründet iſt, wäre der vorhin beygebrachten Theorie vom Weinmachen zuwider,
Außer den nur benannten Rheinweinen wird auc der Hambocher, Pfeddersyeimer und Riede« berger geachtet Den Rheinwein aber, welchen man den Gäönſefüßer nennet, will manu für den geſünden ſten halten.
B. B, Die Elſaſſiſchen Weine kommen dem Rheit« wein ziemlich nahe, find ſchlecht und ungeſund, ſo lange ſie jung ſind, werden aber angenehm, wenn ſie 6und mehrere Jahre gelegen haben. Dex Kaijersberger wird für den beſten gehalten.
C.C. Die Pfälziſchen Weine wachſen mehr auf ebe nen Flächen, ais hohen Gebürgen, und werden mit der Zeit fehr ſtark. Dergleichen ſind nächſt dem Heidelberger die Wormſerund Speyers weine. Von den erſten unterſcheidet man be- ſonders die ſo genannte Liebenfrauenmilch, die auf dem Wormſer Kirchhofe eigentlich wäch« ſet, und ein ſtarfes, flüchtiges, und ſehr ange- nehmes Getränfe ſeyn ſoll. Won den leltern iſt ſonderlich der Ülechtersheimer befannt, wel. <her ohnweit Speyer auf einem Hügel wächſt, Churfürſt Carl Ludwig hatihm den Nomen LT7ar- renbertzer gegeben, weil einſt einer ſeiner Hof« bedienten in feiner Gegenwart von einem halben Maaß berauſchet wurde.| Sonſt iſt auch der Forſtiſche, von einem Dorfe im Stif: Speyer, der Edlingshofiſche nnd Ambachiſche nicht zu verachten. Auch in der Bergſtraße finden ſich


