5.22 Fünftes Kapitel."
Coſtheim im Erzſtift Mainz, wo. der Main in den Rüem fällt, Einige wollen zwiſchen beyden gedachten Weinen den Hofheimer Wein noch einſtellen, wel:
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cher zu ZHofeim, einem Kloſter in Oberheſſen ge-
bauet wird. Noch, iſt zu gedenken, daß: der Coſt- heimer nicht mit dem Cochheimer verwechſelt wer- den müſſe, wie ſolches von vielen, befonders dem Hrn. v. Rohr geſchieher. Cochhein hat auch, einen guys ten Wein. Dieſes iſt ein? kioine Trieriſche Stadt an der Moſet, weshalb der Cochheimer Wein eigentlich unter die Mosler Weine zu rechnen iſt.
3) Die Rhinttauer Weine wachſen längſt dem Rheine hinunter, von QTainz bis Bacharach. Un ter dieſen wird der Rüdersheimer, welcher der Stadt Bingen gegenüber gebauet wird, ſür den beſten ges halten. Nächſt vigſem folgt der Johannesberter, wie auch die zwiſchen Erpach, Hattenheim und Marekbrunn Dieſen ſolget der Rauenthaler und Lieuendovfer. Es haben. die. Rheingauer Wei- ne dieſes Beſondere an ſich, daß ſie die zwey- erſten Jahr ſehr ſauer ſind, nachmais. aber immer liebli- dher werden. y;
4) Der Bachgracher Wein iſt ſ<wächer, als die Rheingauer, ſonſt aber: auch. in hohem Werth, Hr. v. Rohr ſchreibt von dieſem Weine alſo: Er dauret nicht ſo lange, wie andre Rheinweine, er em- pfiehlt ſich aber wegen Süße und Anmuth, iſt an< der Geſundheit zuträglich. Um Bacharach herum iſt der Gebrauch, den Weinen eine ſonderbare Stärke beyzubringen, indem man brennende Kohlen unter die mit Moſt gefüllten Fäſſer thut, deren Hiße durch die Fäſſer dringet, und alſo das heftige Brauſen des Moſts vermehret, wodurch ſich die Säure verlieret, und ein angenehmer Geſchma> entſteht, Man nennet
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