Teil eines Werkes 
4 (1785) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 4
Entstehung
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r5) Die Rieſenerdbeere erfrieret leichtlich bey Faltem Werter, daher man ſie mit Laub oder Reiſern bed:>en ſoll.

Da die Erdbeeren ſo große Liebhaber unter uns haben, ſo beſtrebt man ſich, ſolc<e früher und ſpä= ter, als die gewöhnlichen zu haben,

Will man frühzeitige Erdbeeren haben; ſo pflan- zet.man Stöcke auf die Rabatten an den Mauern und Wänden gegen die Mittagsſeite.„Je näher ſie an die Mauer zu ſtehen kommen, je zeitiger werden die Frühe te, und auch zugleich ſchmackhaſter. Hr. von Münch- hauſen giebt den Rath, wilde Stöcke mit feuchter Erde in die Fugen alter, feuchter, gegen Mittag lie- gender Mauern zu kleben, da ſic) denn ſolche leicht daran ausbreiten, und die Ranken davon, wo ſie Nite finden, nur Wurzeln ſchlagen werden. Maa kann aud)| im Herbſte aufdie alten Miſtbeete Pflaaeiuſreen und im JFrühjahre mit Fenſtern bedeen, da ſte dann ſchon im May reife Früchte zeigen werden.

Verlangt man aber ſpäte Erdbeeren daneben, um alſo vie Früchte von May oder Junius an bis in den September zu haben; ſo pflegt man in den Gärten die erſiern hervorbrochenden Blumenſtängel, ehe ſie auſs blühen, abzupflücken, damit neue hervorkfommen und gegen den Herbſt anſeßen. Hr. 3 agedorn will, man ſolle ſogar die erſtern Blätter mit dem Stängel kurz über der Erde abſchneiden, da ſie. dann bald wieder ausſchlagen, und ſpäte Früchte geben würden. WBeſe- ſer iſt es-aber, die Beete in der kälteſten und ſchattige ſten Gegend des Gartens anzulegen, woſelbſt die Früch- te 5 bis 6 Wodhen ſpater reiſen werden. So verſor- get die Natur z. B. die Schleſier im Gobürge den gans zen Sommer hindurch, Die Gebürgiſche Sommer- ſeite giebt ihnen im Brachmonate die erſten, die Win- terſeite aber die ſpaten Erdbeeren,

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