Teil eines Werkes 
4 (1785) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 4
Entstehung
Seite
51
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Der Küchengarten, EN

4) Die Stöe verlangen hinlängliche Luft3- wenn ſie zu dicke ſtehen, erſtik-t die Blüche; ſie wuchern auch geſchwinde in einander.

5) Zum Verpflanzen taugen keine alten Stöcez mati ſeße junge, ſtarke, einfache: Schößlinge, aus wels <e 4 bis 6 Blätter„- und eine friſche grüne Farbe

6) Man ſoll ſelbigenicht ausreißen, ſondern aus« heben; je weniger die zarte Wurzel beſchädiget wird, deſto beſſer treibt ſie- Auch ſind die Wurzeln nicht abzuſtußen, und beym Einſeßennicht umzulegen, ſone Dern ſo lang ſie ſind, einzuſeßen.

7) Auj die abgerheilten| Beete gräbt man nach

'Der Schnur,:eiwa anderthalb Fuß von einander, L0- Mer ſpadentief aus, füllet ſo'<he mit friſcher Erde und

verfaultem kurzem Miſte aus, und ſcket in jedes Loch einen Sto>T,'ſo6 daß ſeliger in einer Vertiefung von zween bis drey Zoll zu ſtehen fomme, welcher rings umher eine Menge Sch ößlinge treib'n, undviel Früche

'te tragen. wird; Der Sto> ſelbſt.wird ſich im kurzen

in die Höhe heben, und zeitig genug mit der Oberfläche

gleich ſtehen.

8)„Das Vorpflanzen geſchiehet am beſten im Herb- ſte; die im Frühjahre verſcßten.pflegen im erſten Soma mer wenig Früchte zu tragen.

9) Die Beete, ſonderlich friſch„angelegte, müſ-

fen fleißig vom Unfraute, nicht:mit der Harke, ſon-

dern mit der Hand, gereiniget,-auch die auslaufen- den'Ranken abgeſchnitten, aber nicht abgeriſſen werden.

4.0) Junge Sts>e'muß man bey trocknem Wek«- ter begießen, damit ſich die Erde feſt an die Wurzeln ſee. Nachher hilft das Begießen wenig, wenn nicht das Erdreich ſelbt die Feuchtigkeit aufbehalten

fann. D 2 11) Im