50 Erſtes Kapitel,
Allein darin übertreffen ſie die gemeinen Gartenerdbee- ren, daß ſie wohl 8 Tage eher reif werden,
3) Die ſters biühende Erdbeere oder Monatks- erdbeere, Fragaria omninum calendarum. Sie kömmt mit der wilden Erdbeere in Anſehung der Größe und des Wad)sthums faſt überein, doch iſt die Frucht län- ger und ſpißiger. Da ſie vom Frühjahre bis in den ſpäteſten Herbſt blüher, ſo bringt ſie auch immerſort reife Früchte, jedoch nur einzein, Man muß daher einen großen Plaß zu dieſer Art haben, wenn man auf einmal viel Früchte zuſammen bringen will,
4) Die Rieſenerdbeere, Chiliſche Erdbeere, trägt eine ſehr große, einem kleinen Apfel foſt glich kommende Frucht. Sie treibt beſonders lange, weit umherlaufende Ranken, Die Frucht aber iſt meh- licht, nicht ſo ſchmackhaft als die vorigen Sorten, und träget ſelten viele Früchte.
Man ſiehet in den meiſten größern Gärten Erd- Heeren. Da man es aber an einer ſorgfältigen War- fung ermangeln läßt, ſo erlangt man die Früchte ſo wenig in erwünſchter Menge als Güte, daß ſie den wilden Erdbeeren weit nochzuſeßen ſind. Keiner hat ſich um die Lehre vom Anbau der Erdbeeren verdienter gemacht, a's Hr. von Münch hauſen, wobey es auf folgende Stücke ankömmt:
1) Cinmal gepflanzte Erdbeeren pflegen nicht über 3 oder 4 Jahre gute Früchte zu bringen,
2) Sie erfordern ein friſches, fett-s 2andz in die alte Erde, woraus dergleichen weggenommen, darf man feine wieder ſeßen, oder man muß ſolche tief umgraben.
3.) Auf ordentliche Beete gepflanzet, tragen ſie mehr Früchte, als wenn Rabaiten damit eingefaſſet werden.
4) Die
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