Teil eines Werkes 
4 (1785) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 4
Entstehung
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44 Erſtes Kapitel.|

6) Der Spargel hat keine lange Dauer, wenn| er im Frühjahre über und nicht unter der Erde abge»| ſchnitten wird. Dieſes hat man ſich beſonders in An-|"50 ſehung des grünen Spargels zu bemerken, welcher| noch lang über der Erde weich und eßbar bleibt, daß| man alſo den Köchinnen und Küchenmägden, wenn ſie zu Suppen und Brühen Spargel hohlen ſollen, nicht verſtatte, aus Eilfertigkeit ſoichen über der Erde ab-“m zubrechen oder abzuſchneiden. 4

7) Beym erſten Schnitte des Spargels ſowohl, yatmift als allen folgenden, werden immer Stängel aufſchieſ= PANA ſen, welche ſehy dünne ſind. Dieſe muß man nicht|- u abſchneiden, ſondern auſſchießen laſſen. Denn der|„aw Ort an der Wurzel, wo gegenwärtig ſtarke Stängel|“im geweſen, wird faul, und es jeßen daneben junge Kei- wnn me an, aus welchen die dünnen Stiele hervorfommen. vin Dieſe muß man nun mit dem Abſchneiden ſo lange um verſchonen, bis ſie die völlige Starke erlangt haben, itt; Hierauf beruhet nun, nebſt der übrigen Pflege, das„Ny ganze Wahl des Spargelbeetes. 5

8) Iſt es Jemanden um die längere Dauer eines Spargelbeetes zu thun, der muß den Spargei nicht; jährlich, ſondern nur alle zwey Jahre ſtechen laſſen. Wop

9) In der Mitte des Junius höret die Nußung v, uta ver Spargelbeete auf, weil die nach ſolcher Zeit her- en dm vorkommenden Keime nicht mehr den guten Geſchmack 6m haben, Cs iſt gar nicht zu rathen, im Julius und(7 Afäm Auguſt Stängel und Zweige zu verfürzen, um dem Beete Luft zu machen, und noc< andere Gewächſe darauf zu erziehen, indem die abgeſtußten Spargei- M pm pflanzen wieder von neuem austreiben, wodurch denn wal die Wurzel ſehr entkräftet wird. Denn Stängel, 4 Ju ls Zweige und Blätter ſind der Wurzel unentbehr- mn

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