Erſtes Tapitel.
auszunehmen. Hat man ſich die Pflenzen von andern Orten herkommen laſſen, ſo iſt) dieſes noch mehr ns- thig. Sollten die Hauptwurzeln beym Ausheben aus der Pflanzſchule an- oder abgebrochen worden ſeyn, fo verſchneidet man ſie mit einem recht ſcharfen Meſ- ſer, wie ſolches beym Verpflanzen der jungen Bäume üblich iſt. Unverſehrte Wurzeln werden gar nicht be- ſchnitten oder verſiußet,
2) Man befördert das Fortgehen und lebhaſte Treiben der gelegten Pflanzen, wenn ſie angeſchlem- met, d i. mit Waſſer angegoſſen werden, indem hie- mit überall die zarte Erde ſich an die a I an- ſchmieget und nirgends Lücken bleiben können, Dieſes
muß geſchehen, wenn die Pflanzen mit Erde bede>t
find, und die, Reihen derſelben ausgefüllet und überall mit Erde geebnet ſind. Geſchähe das Angicßen eher, ſo könnte die junge Pflanze gar leicht aus ihrer Lage gebracht werden, weil die Hügelchen, worauf,ſie ru- hen, ſich auf eine oder die andere Seite hinneigen fönnten.
3) Aus der obbeſchriebenen flachen Legung der Spargelpflanzen, ohne Miſt unter ſich zu haben, er Hellet, daß die Winterdüngung von open die beſten Dienſte thue. Die Wahl des Düngers aber hat ei- nen großen Einfluß auf den Geſchmack der Frucht; Vom Schaf- und Kuhmiſte nimmt ſie einen widri- gen bittern Geſchma> an. Pferdemiſt iſt beſſer, Hüh- ner: oder Taubenmiſt aber ambeſten. Bey der tiefen Legung des Spargels aber iſt es einerley, welche Art des Miſtes es ſeyn könne, die man in den Grund bringet, weil der Spargel die brey erſten Jahre auf ſolMmen Beeten noch nicht geſtochen wird, und unter der Zeit der Miſt die widrige Wirkung auf den Ge- ſchmack verlieret,
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