Teil eines Werkes 
4 (1785) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 4
Entstehung
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EITE

Der Küchengarten. 35

terſchied gar bald. wenn ſie ſchon die Urſache davon nicht errathen. Man hat zehnjährige Pflanzen zu verjün» gen verſuchet, im Herbſte die Gruben bis auf den Keim geräumet, ſolchen mit gejicbter Holzerde beſchütter, und mit flarem Hühnermiſte zugeſüllet. Dieſe bekannte Cur beſördert zwar den Trieb der Pflanze bewunderns- würdig; aber das jugendliche Feuer[wird*dadurch richt hergeſiellt- Der Trieb währet auch nur ein Jahr.

Es iſt alſo am beſten, alle zehn Jahre(ſehr deli- cate Mäuler wolien die Zeit noch fürzer angeſeßet hae ben), ein neu Sparge/beet anzulegen, und das alte ſo lange zu nußen, bis das neue ſeine Volikomnienhei erreichet har. Die vom alten Beete ausgegrabenen Wurzeln ſind zwar keine Delicateſſe, ſie können aber Ftatt der Peterſilienwurzeln gencſfen werden, und. man kann ſech) von ihnen einerley Würfung verſprechen, Das alte Beet aber zeichnet ſich noch länge hernach durch Fruchtbarkeit aus.(Dieſes ilt ſs zu verſtehen, daß das.alte Spargelbeet nicht ahermal'zu neuem Spare gel, ſondern zu andern Gartengewächlen angewendet werde, es wäre denn aus Noth, weil 28 an einem andern Plaß im Garten ſehlet, oder dieſer zu.flein wäre, da wan denn am beſien that, die alte Era de herauszuſchaffen, und ſtatt ſelbiger Jungfererde, dD. i. ſolche, die noch nie geiragen har, hineinzubrin«- gen. Hierzu wäre die ſchick iichſte aus den Viehſtällen, die mit überflüßigen Düngungsfräften geſchwängert iſt. Man fann ſie mit Erde aus den Täſſen oder Stadein der Kornſcheunen vermengen, und die in Ställen und Scheunen dadurch entſtandenen Läcketz mit gemeiner Erde wieder ausfüllen).

Daß die Methode, den Spargel aus. dem Saa men zu ziehen, ohne die Sproſſen zu verſlanzen, man« chen Gärtnern fehl geſchlagen, oder ihm zu mühſam

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