Teil eines Werkes 
4 (1785) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 4
Entstehung
Seite
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Der Küchengarten. 27

Die Erziehung der Angurien und Melonen iſt völlig einerley,:außer daß man ihnen die Ranken nicht abſchneiden, und ſelbigen mehr Plas zum Ausbreiten verſtatten muß.' Es darf daher nur eine Pflanze un- ter ein Fenſter geſeßt werden, und wenn ſie feinen Plaß mehr unter dem Rahmen hat, muß man diefen Heben, und die Ranken unten weg laufen laſſen, ihnen auch umher friſche Erde geben.

Die Reife der Frucht iſt durch den Klang am be» ſten zu erfennen, und ihr Vorzug vor der Melone iſt dieſer, daß ſie ſich nach dem Abnehmen viet länger gut erhalten läßt.

Da das Fleiſch der Antzurien ſehr kühlet, ſo iſt es den Einwohnern der warmen Länder, wenn ſie da- bey hißige Getränke genißen, ſehr zuträglich. Bey uns könnte der unmäßige Genuß derſelben leichtColif, Durchfall und Fieber erregen. Das Verſpeiſen der Angurien alſo mit Salz und Pfeffer würde einem kal- ten Magen beſonders anzurathen ſepn.

- 5) Spargel, Spargen, ESparges.

Man yfleget den Spargel in drey Arten, in den großen, gemeinen und wilden einzutheilen, deren Unterſchied nur allein auf der verſchiedenen Größe oder Stärke beruhet.

Der ttroße Spargel, den man gemeiniglich deu Holländiſchen oder Pohlniſchen zu nennen pflegt, i(t noch nicht überall zu finden. Der gemeine oder Gartenſpartel iſt etwas kleiner, als der vorherge: hende, nnd man theilt dieſen wieder in zwey Arten, nämlich in den weißen und grünen Spargel. Jener hat weiße Stängel oder Pfeifen, und. manche nennen ihn den rochFöpfitzen, weil die aus der Erde hervor« kommenden Stiele oben etwas röthlich ſind, Dieſer,

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