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Der Küchengarten. 23
ſie von allen Seiten ſreyliegen, und alsdann fann man die umherſtehenden Blätter wegnegmen.
36) Das Unterlegen der Steine, wie es in man- <en Gartenbücdern vorgeſchrieben wird, iſt weder nuß- lich noch nothig zur vermeintliüen Abminderung der aus der Erde auſſteigenden Feuchtigkeiten. Wey gut angelegten und warmen Miſtbeeten werden die auſſteg- genden Dunſte eher vortheilhaſt als ſchädlich ſeyn. Die Steine kälten, und die Früchte ſind da, wo ſie auf dem Steine gelegen, unvollkommen, bläſſer von Farbe und weniger ſchmackhaft; da ſie hingegen auf ver Seite, wo ſie auf der bloßen Erde gelegen, eher reifen, und ein zärteres Fleiſch haben. Man thut am beſten, die Früchte von Zeit zu Zeit umzuwenden, doch ſo, daß der Stiel nicht zu ſtark gedrehet werde.
37) Wenn häufiger Regen zur Zeit, wenn die Früchte reizen ſollen, einfällt, pflegen ſolche leicht auf- zuberſten, werven hievon mehlicht, verlieren ben gu- ten Geſchmack, und fauien leicht. So bald man er- ſteres einigermaßen wahrnimmt, ſoll man den Stiel ein paar Finger breit von der Frucht mit dem Nagel des Fingers etwas eindrücfen, wodurch der Tarke Zu- fluß von Säſten in die Frucht etwas gehemmet wird, Einige pflegen alsdann die Spike der Frucht gegen Norden zu kehren, weil das Aufſpringen gemeiniglic) an der Spitze geſchiehet, und dieſe nunmehr von der Sonne nicht mehr beſchienen werden kann,
28) Die Früchte, ſo gegeſſen werden ſollen, müſ- ſen, ehe die Sonne varauf ſcheint, abgepflückt, oder zuvor an einem kühlen Ort hingelegt werden, weil die gleichſam erwärmte Frucht von dem angenehmen Ge- ſchmae viel verliert. Sollen aber die Melonen ver- ſchit oder aufgehoben werden, ſo müſſen ſie, eben
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