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Der Küchengarten, 21
gufen Ranfen die Nahrung benehmen. Sollte jedoch zwiſchen den beyden Hauptranken in der Mitte noch die dritte hervorbrechen, ſo läßt man ſolche ſichen, indem dieſe, nach der Erfahrung, am erſten Frucht anſeßet.
19) Wenn der Hauptſtamm beſchnitten wird, ſoll die Wunde der Sonne und Luft nicht ausgeſebt blei» ben. Stehet demnach kein Blatt nahe an der Wunde, wodurch dieſe könnte bebeckt werden, ſo ſoll man ein abgeſchnittenes Blatt darüber legen, oder eine Ranke zurückbiegen, damit deren Blätter den beſchädigten Stamm beſchülßen,
20) Wird eine Ranke oder Blatt ſchadhaft oder trocken, ſo ſoll man es gleich am geſunden Theile ab- kneipen, indem ſich das Uebel leicht durch die ganze Pflanze verbreitet. Die kleinen an den Ranken ber- vortreibenden Gabeln können auc) weggenommen wet- den. Ein gleiches geſchiehet mit allen ungeſtalten, platten, und nicht runden Ranken.
21) Bey dem Beſchneiden muß man beſonders auf den Unterſchied derXDaſſer» 11d&ruchtranken Achtung geben. Die Waſſerranken erkennt man an ehrem frechen Wachsthume und an ihrer Die, An den Fruchtranken ſtehen die Augen näher bey einander, Je näher dieſe an dem Hauptſtamme hervortreiben, deſto'größere und ſc<hmackhaftere Früchte kann man da- von erwarten.
232) Bey vem Beſchneiden leget man auch zu- gleich die Ranken fein ordentlich, damit ſolc<e das ganze Beet bedeFen, und wenn dieſe mit der Zeitden Rand des Kaſtens berühren, bieget man ſie gegen den Stamm zurück, doch mit der Behutſamfeit, damit Iweige und Blätter nicht beſchädiget werden.
23) Damit die Früchte, welche ſich zeigen, ers
halten und zur Vollkommenheit gebracht werden, müſ- 525.-3 ſen


