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12 Erſtes Kapitel.
Flaſchen behalten, als. wenn ſie auf eine andere Art eingewielt werden.
3) Melonen.
Wir haben Melonen von ſehr verſchiedener Gy ſtalt und übriger Beſchaffenheit, wornach man die vie- len Sorten zu unterſcheiden pfleget, und es iſt noch nicht entſchieden, ob ſie alle aus einer einzigen Stamm- pflanze entſtanden ſind. So viel iſt ausgemacht, daß einige unter und neben einander gebauete Sorten ſich weiter verändern, indem die weiblichen Blüthen von den männlichen der benachbarten Pflanzen können be- fruchtet und. neue Spielarten erzeugt werden. Wird dagegen im Garten nur eine einzige Melonenſorte ge- bauet, ſo erhält ſie ſic) unverändert, wenn ſie aus ih- rem Saamen fortgepflanzet wird. Hr. von Münch» hauſen hat ſo viele Jahre hindurch über hundert Sor- ten gebauet, deren Namen er eigentlich zu beſtimmen Bedenken getragen. Man findet bey ihm nur folgen- de acht Sorten:
1) Die Kandaluypmelone oder Kandaluppe. Sie hat die Geſtalt einer platt gedrückten Kugel, wel- <e unförmlich, und über und über mit Warzen oder Beulen beſeßt iſt. Sie behaupten bey uns und den Engländern den erſten Plaß. Denn ob ſie ſchon weich- lücher als die gemeinen Melonen ſind, weniger und ſpä- ter Früchte anſeßen, ſpäter reiſen, wegen der dikern Schale mehr Wärme und Sonne verlangen, und weniger eßbares Fleiſch enthalten; ſo macht ſie ihr vortrefflicher Geſchmack doch ſchäßbarer.
In Anſehung der Farbe bemerkt man viererley Unterſchiede; als:
a) Die ſchwarze, deren Schale eine ſc<warzgrün-
liche Farbe hat, die und ſchwammigt; die ganze
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