Teil eines Werkes 
4 (1785) Der Hausvater in systematischer Ordnung. 4
Entstehung
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Der Küchengarten. 9

Eine Dauerſpeiſe machen ſie von ven Kürbiſſen alſo: Sie zerſchneiden ſolchen in langen Streifen, flechten dieſe in einander, trocknen ſie aufgehängt an der Son ne oder beym Feuer, worauf ſie ſich über Jahr? und Tag aufbehalten laſſen, und mit andern- Speiſen ge- kocht werden. Auch die Nordamerikaniſchen Curo- paer bedienen fich dieſer getrockneten. Kürbiſſe auf Reiſen.

Beym Brodbacken kann von dieſen Kürbiſſen auch: Gebrauch gemacht werden, entweder wenn in naſſen Jahren vom ausgewachſenen Roggen. ver Teig nicht gut aufgehen will, oder das Mehl von übler Wartung des. Roggens auf dem Kornboden einen dumpfichten, übeln Geſchmack bekommen. Der Teig hebet ſich gut vom Kürbiß, und unterdrückt den ſchlechten Mehlgeſchmack. Cs wird zu ſolchem Zweck der gekochte Kürbiß zu Muß; im Keſſel gerühret, und dem Roggenmehle, wenn es, eingefnetet werden ſoli, zugeſeßet.

Bey der Viehzucht werden die Kürbiſſe wie Kohl und allerley Wurzelwerk ſehr nüßlich angewendet. Da aber die Kürbiſſe, wenn man die Menge hat, einen ſehr großen Raum einnehmen, leicht erfrieren oder bald anfaulen, ſo muß man ſich damit fo einrichten, daß ſie um Martini meiſtens verfüttert ſeyn mögen, Die unreifen Kürbiße haben die geringſte Dauer. Sie werdea daher am-erſten, und zwar in Geſellſchaft eines Theils der reifen verfüttert, weil ſie vor ſich al- lein den Milchkühen weniger angenehm ſind. Auch muß man bey einem großen Vorrathe von Kürbiſſen alle-14 Tage nachſehen, und die Früchte umkehren laſſen, um die anfaulenden ſoſort herauszunehmen, und zu verſüttern,

Daß die Kürbißſaamen ein ſehr wohlſchme>en- des Oel geben, iſt zwar nicht unbefannt; will man aber davon von Zeit zu Zeit ein feines Speiſeöl ha-

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