Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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Bichaucdf, 405

einem Sabr mehr©chaden leidet, als tenn er 20 Vabr eine dau erforderlihe Menge Enten biclte,

Gânfe. Bei der Mabl der Suchtgänfe bat man immer auf Grôfe und vorberige gute Gutterung ju febn. Die Oaänfe legen im Frübling und gwar 8 bis 12 Cier. Man merft es daran, daf fie allenthalben Stroh aufnebmen und fih damit berumtragen, Gie figen 30 Ta- ge. Benn die Oânfe fiéen twollen, fo zeigen ffe es dadurch an, daf fie, nachdem fie lange Zeit gelegt haben, immertwäbrend auf dem Mefte figen,. Mian giebt ibnen dann 8 bis 12 Cier ins Meft und[aft ibnen die Ganten zur DBefhübung. Dei warmen Better brüten fie die Éfeinen Gânfe eher aus, Man bebandelt fie fo ie die Enten, bis fie mit der alten ins Gras geben fonnen, Die fhwädlihen müffen mit meihen Speifen gepflegt und wobl in Act genommen iwerden, daf fie nicht zu früb ins Baffer Fommen,

Um bei diefer Sucbt gliclidh zu fepn, muf man fit nach febr quten Gänferichen umfeben, und wenn die Cier gelegt find, gelegentlich fie Febren und an einem trocénen nicht ganx füblen Ort aufbemabhren, Mebt als 3 bis 4 Gânfe muf man nicht zu einem Gânferih gefellen.

Sn Sincofnfhire bauet man ibnen gebôrige Mefter mit einem fo boben Mande, Ddaf die Gans, tvenn fie fich Febrt, folche nicht ausftofen fann, YBenn es Fury vor dem Hicden ift,(0 macht man Éleine£ücher in die Schaale, um den Éleinen Tbieren darin sur Dülfe gu Fommen und durch die âufere Suft fie zu ffârfen,

Ym April pflegt man die Oünfe zu rupfen, to man dann die edern von Bruft und RÜÉ- fen fanft und forgfältig abrupft.

Gederfiele nimmt man 4 bis 5 aus den Flügeln, Sn 13 bis 14 Mochen Fônnen fie zmei- mal gerupft werden, Dei den jungen Gânfen Fann es nur einmal gefchebn, und die Riele darf man ibnen nicht aus den Flügeln nebmen., MBenn fie mit GOerfte und Hafer gefüttert werden, fo nebmen fie fi beffer zu und die Bedern ivachfen fhneller und beffer, Gie müffen dabei Baffer und Oras vollauf baben.

Um die Grasgänfe fett ju machen, thut man febr wobl, ibnen neben der Gerfte und dem Safer no eine Beitlang grünes Gutter zu geben und dabei Baffer und Sand, 14 Tage bis 3 Bochen find zum Mäften binlänglihe Zeit, Dies muf an einem dunfeln rubigen und von den Buchtgänfen entlegenen Ort gefchebn,

Anber den fonftigen Vortheilen, die die Gânfe gemäbren, môgte ibr Dünger nicht unbe- deutend fenn,

Tauben. Go bâufig Tauben auf manchen Garms gebalten twerden, fo Fann doc nur swenig Vortheil dabei fepn, Sn grofer Menge find fie als Ungeziefer für das frifhgefäete Rorne feld zu betrachten. gefrafig find fie nach den früben Erbfen, und der Vortheil, den man von ibnen als Mabrungsmittel zieht, tird durch ibre Verheerungen überwogen,