406 Dreigebnte Abtheilung.
QBift man fie indeffen halte, fo verlangen fie warme und gefhübte Stallung, bie gegen Mittag der Sonne zu fteht.
Der Voden des Eaubenfhlags muf mit den Eingange oder den Sôchern zu demfelben bei- nabe glei(upon on level) fepn, Die Sôcher, in mwelchem fie ibre Mefter machen, müffen nicht zu febr eingefchloffen fenn, weil die Æauben gern die môglichfte Greiheit lieben, Galz und ftrenge Gerüche, als Affafoetida, find ibnen febr angenebm und feffein fie an ibren Huf- enthaltsort.
Die Taube legt sur Beit felten mebr als 2 Eier, und Männchen und Beibchen figen mech- felsiveife 20 Tage. Sie fônnen oft Sunge zieben, jedocb nur gemôbnlih 2 bis 3 mal. Man bat mebrere orten, von denen die gemeine blaue die einträglichfte if. Die Tummlers find febr flein aber 3abm.
Der Experienced Farmer giebt der Serbfibrut zur Sucht den Vorzug und giebt folgende Anweifungen zur Eaubensudt, ,, Zwifchen der Saat- und Erndtezeit bat man blof nôthig fie qu füttern, und war geitig des Morgens, um 3 oder 4 Ubr, da fie frübe munter find. Ge- fhieht das viel fpâter, fo flattern fie um das Saus berum und werden in ibrer gerobnlichen Ausflucht gefidrt. man fie das gange Jabr dur, fo guchten fie nicht fo gut, als wenn fie genôthigt find, ibr eignes Gutter u fuchen, denn fie fuchen fidh im Gelde das, was ibnen fhmec£t und gefund if. Gie Fonnen mit Micden, Korn und allerhand Sâmereien gefüttert twerden,‘
Beim Musfliegenfaffen muf man fie eingeln der gangen Slucht zugefellen, damit fie mit diefer ur Hungerzeit zu Haufe fommen, Dies ift grifchen der Gaateit und Erndte, manche junge Eaube toüvde fonft in diefer Beit verlobren gebn.
Bu Ende jeder Brut müffen alle Cier, die nicht que rechten Beit gelegt find, zerffort wer- den. Die befte 3eit sur Grüblingsflucht iff der April und Mai. Mach der Serbfifludt pflegt fait SBetter eingutreten, welches die alten Tauben, menn fie fpût figen, febr drift; und den jungen tûre es gut, tenn fie nicht ausgebrütet würden,
Auf Neinlihfeit muf beim Taubenfhlage febr gefebn werden. Vor der Drütezeit bat man qu dem Œnde die Sôcher forgfältig zu unterfuchen und ju reinigen, denn menn ein Sunges im Sommer darin geftorben if, fo werden balb Maden darin brüten u. f.. balten flandbaft auf ibr Neft, fo mie die Holitaube Jabrelang auf demfelben Baum niftet und das IBeibchen verläft das Neft ungern, aber den Geffanf und Unrath von einem todten Drütlinge fann fie nicht ertragen, fie verläft die Cier der giveiten Brut und die befte Zeit iff dann verloh- ven,. Mach der evften Glucht müffen die Jefter im Sommer daber nachgefeben werden, jedoch woblbedächtlid des Morgens frib.
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