Biehsucht,
Das Gedervieh ift manden Rranfheiten untermworfen, von ivelchen die gewôbnlichften fol- gende find:
Der Dip, ein dünner meifer Streifen, welcher auf der pige der Sunge fit; folf von UnreinlichÉeit oder fchlechten unreinem Baffer berrübren, Das befte Mittel if: man ziebt den Streifen ab und wâfcht den Theil in einer Huflôfung von gemeinem Sal in Baffer.
Die Roup, eine Rranfbeit, die man an dem gefchwollenen Kumpfe erfennt, Die Fe- dern fteben ftruppicht und die Riele find volf Dlut.: Man nimmt in diefem Fall die Hedern tweg und twâfcht, twenn das Uebel gelinde ift, mit Ooulardfchem Baffer, St die Oefchwulft aber febr ffarf, fo wird der gefchiwollene Theil gedffnet und von dem darin enthaltenen geleert.
Der Flu zeigt fi) durch das Dinne- und Mageriverden der Hübner, auch freffen fie dabei nicht wie gemobnlih. DMebrentheils rübrt er von vielem feuchten und in faute Gâbrung gerathenem Gutter her, Man giebt unter diefen Umftänden trofnen Meis und ungemablnen Beigens und bâlt die Hübner luftig und rein,
Verftopfungen entfteben oftmals von dem Genuf unauflôsliher@ubftangens als alten Sebm, Mbôrtel u. f. w,. fih diefer im Kropf, fo macht man âuferlih eine Oeff- nung und nimmt ibn beraus.
Diindbheit bei den Sübnern wird am beften durch Berânderung des Gutters und meb- terer frifcher Suft gebeilt.
Galena- oder Guinea: Hübner, ift eine Mrt, mwelhe eine grofe Anyabl Eier legt, aber-nicht gut 3abm gemacht werden Fann, Dei der mindeften Deunrubigung verläft fie das Meft, welches mebrentheils in entfernten unbefuchten Gegenden gemacht if. Das Fleifch die- fer Sübner ift etivas trocfen.
Türfifhe Bübner, PDuter.— Sn KRorngegenden ift dies Oefieder für den Gar- mer vortheilbafts es iff jedoch febr zûrtlid) und erfordert in der Sugend viel Gorgfalt und Auf- fiht. Man bat davon befonders 2 Hauptarten, die fhwarge und die mweife oder gefprenfelte; Die erftere ift die grôfite und von der bârteften Conftitution,
Diefes Gefieder unterfcheidet fih von dem übrigen badurd, ba die Héâbne mâbrend der Segezeit nicht bei den Beibchen erforderlich find. Man fhicft daber in Morfolf die Penne zum Sabn in der Machbarfhaft und ein eingiger Actus reicht bin, um die Brut ju beleben,*)
Die Rubnen legen gemôbnlih 8 bis 12 Cier und brüten fie in 28 bis 30 Tagen aus. Die junge Drut ift duferft sart und erfordert in den erften 6 Bochen febr viele Sorgfalt. Mâbrend diefer Beit bâlt man fie in tarmen luftigen eingefchloffenen Kammern, bewabrt fie forgfältig vor Nûffe und giebt ibnen meif Brodt in füfer Milh; oder was einige vorgiehen, MfaunquarÉ mit
Fee 2 *#) Marfhalls Rural Economy.+


