Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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402 Oreischnte Abtheilung,

Man febt die Hennen gemôbnlih ju Ende des Februars oder zu Mnfang des Mâries, tveil das MBetter gegen die Zeit, daf die Kiüchlein anfommen, anfâängt farm gu werden, Ein und zmangig Tage ift die gemwobnliche Zeit des Cibens, Sum Seken werden immer neugelegte oder frifhe Cier und dabei nidt mebr als 12 genominen, des Gibens muf der $Senne ibr Butter dicht neben ibr gegeben werden, um nicht ju lange das Meft ju vetlaffen. Cinige rathen, zur Beit da fie anfangen gu bien, Die Rüchlein, twelche uerft ausfommen, unter der Senne wegzunebhmens es ift aber wobl beffer, fie der MBûrme der Penne, bis die gange Brut aus ift, zu berlaffen, Man folf fie afsdann unter den Sübnerforb(coop) feéen, bei einem gut gefchloffenen Gederviehbofe ift dies aber nicht vonnôthen, Die jungen Kücdhlein fut- tert man am beften juerft mit didfen Meif oder Orübe, mit gemauften Brübfartoffein, Macb- Der Fann man den Abfall von Beizen und Gerfte in Baffer cingemweicht geben,

Mach 10 oder 12 Mochen find die Rüchlein grof. Man bat aber wobl dabin zu feben, da fie feine Regentwürmer, Shnecfen und dergleihen Gemwürm in fih fhluen, auch muf man fie vor der Mûffe febr in Acht nebmen, tweil ffe fonft leicht Fran tverden,

Sum Gettmachen des Federviehes giebt es viele Antweifungen. Am beften thut man wobl, wenn man die Hübner einige Tage an trofnen, tvoblgelüfteren Ovten, welche etvas dunfel find, bâlt, und nadbem fie fhon auf dem Sofe fich geborig zugenommen haben, fie drei- oder viermal des Tages mit gut gedämpften Rartoffeln futtert. Œs if bies das mwobifeilfte und die Pübner gedeiben ungemein dabei. Duchiweigen, ganx oder gemablen, fo wie Gerftenmebi, gemabines Mal, aud grobes Meigenmebl mit Milh, oder beffer MBaffer, meil Mildh leicht fauer wird, empfieblt man in diefer Hinficht gar febr,. Crbfenmebi bat fi nach mebreren an- geftellten Serfuchen befonders mâftend berviefen, Man darf ein Pubn zum Môften nur 8 bis 9 Tage einfeben, Mäftet man es fânger, fo wird e8 leicht Éranf. Greie Suft und Neinlichfeit bei der Gutterung, daf nichts einfaure, ift vorüglich zu empfeblen, tmvenn die Sübner nicht fran£ werden follen,

Man rechnet, da ein Rüchlein etoa 4 Pence und Halfpennn werth fey und dafüir aufge- 3ogen werden Fann, tenn es nuu in der Mäbe grofer Stâdte zu 9 Pence, wobl gar 1 Sh., verfauft wird, fo bezablt fi das Gebdervieh für den Garmer febr gut,. Mite Hübner machen fich durch ibre Cier dreimal bezabit one den Dünger mit zu rechnen,

Ciner febr intereffanten Art der Gederviehwirthfhaft erwabnt Mr. Poung in feinem Calender, beren fit) Mr. Boys in Rent bedient. Die Arbeitsfeauen und Familien, telche auf feinem Farm leben, Beftellen das Ganges er giebt ibnen den nôthigen Abfall Korn und fie geben dafür wieder aufgemachfene Sübner, die gu Marfte gefchicft werden Fônner, jedes ju 3 Pence; für Gänfe und Puter 6 Pence, Enten 3 Pence, geredhnet, Machdem alle Lnfo- ften davon bezabit find und die Gamilie gut verforgt ift, giebt dies einen YBortheil von 20 Pfo. des Sabrs. Gie baben die Cier auch alle umfonft.