Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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Dichzucht, 383

su thun babe, fondern baf eigne£eute daju gebalten terden, Un 11 Uhr muf es ju Haufe fommen, um 12@tunde gu freffen, Dalb zwei muf es iwicder ausgetrieben merden und bis Galb fechs arbeiten, Auf diefe WBeife pflügen 2 Dferde, mit einem gut eingerihteten Pflug, obne einen Sreiber, 12 Mere und darüber mit Seichtigfeits und auf nihts fommt es im Grüb- ling mebr an, als af das Sugvieh ein gutes Tagewerf befchaffe. Der Vortheil davon, be- fonders bei troŒfnem WBetter im Mr, ift febr bedeutend, gepflügter und im Mar befâc- ter Mere ift beinabe fo viel als zwei mwerth, telche zu Anfang Dans beftellt werden,

SF das Geld entfernt vom Haufe, fo thut man am beften, befonders in den Éurzen Ta- gen, es auf bem elde freffen zu faffen.

Benn die obige Methode gerväabit wird, fo Fann unfireitig des Tages mebr befchafft iver- den, als tvenn der net die Pferde aufgutvarten bat, tweil er, um fih mebr Seit zu(affen, alle môglihe AbFürzung des Tagewerfs mat. Ein alter Mann, der auf die Mbmartung der Pferde gebalten wird und auferdem andere Mebengefchäfte fid machen ann, ift dagu febr ge- fit; der Harmer bat nur darauf zu feben, bdaf die Pferde auch an den verborgenern Thei- len, fo wie überbaupt rein gebalten werden.*)

Mr. Bannifter bemerft, daf die Debandlung des Zugviches in verfhiedenen Gegen- ben tefentlich von einander abmweicht und felbft in den verfchiedenen Orten derfelben Gegend, fotvobl in Mücficht des von demfelben Vieh zu befhaffenden Eagemwerfs, der Güte und Quan- titât des Gutters, als der gum reffen und Mbtwartung beftimmten Stunden, dem dflichen Tbeit der Oraffhaft Rent martet der Rnecht die Pferde und füttert ffe mit Hechfel und Korn von 4 Ubr des Morgens an bis 6 oder 7 Libr, twenn mit der Arbeit angefangen wird, und des Machmittags, mwâbrend der Gebülfe futtert, fchneidet erfterer Sechfel von dem abgebarften furyen Gtrob und Nebren(caving) oder wenn dies nicht binreichend vorräthig ift, Heu und Gtrob untereinander und zutwveilen Safergarben, Um 8 br des Abends get er ju Dette und übertaft dem Gebülfen die Mowartung des Biehes,der bis ro br dabei aufbleibt, fo daf die Dferde nur menige Beit fih felbft überlaffen bleiben, fleifige Abivartung ift in diefer Gegend dürhaus nôthig, feitbem man den Pferden bier Féin Maubfutter, fondern blof Korn giebt. Dagegen findet man mieder Orte in diefer Gegend, wo die Stallthür felten vor 5 oder 6 im MBinter gedffnet und um 9 Ubr des Mbends das gebôrige Machtfutter aufgeftecft wird, Da nun bei diefer Met zu füttern, um fo weniger Hechfel erfordert wird, fo liefern die Drefcher immer die gebôrige Menges ift dies aber nicht, fo füllt die Mrbeit des Hechfelfhneidens dem DPflüger zu oder der Garmer bâlt dagu einen befonders geübten Menfchen,

Dei dem erftern Verfabren wird eine beträchtlihe Menge Butter gefhont, welches den DPferden ungemeffen gegeben, am Œnde des Jabrs eine grofe Summe austrâgt, befonders in

#) Annals of Agriculture, Vol. XXXV.