Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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384 Oreisehnte Abtheilung,

der Mäbe von Sondon oder irgend einem andern grofen Orte, fo bas Peu febr theuer verfauft tird, Dieyu fômmt noch der Bortheil, den die Pferde von der beffändigen VBartung haben, der bei diefer Gütterungsart ibnen ju Theil wird: nâchfidem baben die Dienftleute ibre beftan- dige Arbeit und werden Davon abgebalten, ba fie in den Srug oder die Schmiede geben, twel- ces bei denen oft der Fall ift, welche Mufe babens endlidh fo wird auch die anderiveitige Mus- gabe fürs Secbfelfchneiden erfpart. Bo im Gegentheil die vaube Fütterung der Pferde int Gange ift, laffen fich folgende Vortheile berechnen. Die wôchbentliche Portion Korn Fann fnap- per eingerichtet werden, auch iff es gerade nicht nôthig, daf ibnen immer Heu auf die Raufen geftec£t merde, fondern twenn leichte Mrbeit vorfallt, Bobnen- und Erbfenfirob, und wenn man gieich zur Gaatzeit, wo bie Arbeit fhwerer if, etwas Efparcette, lee u, f. 0. aufftecft, fo barf dies doc nicht in fo grofen Portionen gefheben, bdie viel wegnebmen, und Die Seute müf- fen Nachmittags fie mit Sechfel Hinbalten. diefen Cinfchrânfungen mag die Confumtion des Gutters vielleicht im Werthe das Garbenforn bei der vorhergebender Gütterung nicht übet- treffen,

Eiri anderer vortheilbafter Umffand bei diefem Berfabren iff, daf der Pflüger in der Sivi- fhengeit zu andern Arbeiten angebalten werden fann, da fonft die$eute fic jeder andern Hrbcit entzieben, weil fie die Pferde abzuwarten haben.

Gin britter nidt untwichtiger Umftand ift der: baf der Garmer die AnnebimlidhÉeit bat, feine Stalthür Abends verfchloffen und Morgens mwieder gedffnet zu febn, twelches nicht fo gut angebt, wenn der Pflüger fpât auffigen und am nächften Morgen um 3 oder 4 Uhr iwieder auf fepn muf. ift die Geucrsgefabr und Sibtoerfhwendung bei folchen Seuten, auf swelche man fich felten recht verlaffen fann, eine febr ernfthafte Gache,

Die Pferdegefpanne folf man in Stâllen mit Furen GStallungen für jedes Pferd balten, fo da fie ibr Gutter jedes für fih haben und feichter angefchirrt werden fônnen, Die Abfcheerunse gen werden in diefem Fall nur fo boch gemacht, als es nôthig iff, um ben freien Sutritt der Suft dabei zu erbaltens andere ffimmen bagegen für offne Schoppen mit Maufen und Rrippen darun- ter ncbft einer Pumpe und Ciftern, und einen fleinen Sof, um na Gefallen darin berum ju geben, weil fie auf diefe ABeife fic) beffer befinden, obne gepubt qu werden, als in den Stâtten bei gebôriger Abrwartung.*) Der Earl von Darlington fand dies Verfabren febr antwendbar, Qn Guffoif treiben manche die Pferde des Macbhts auf die Hôfe, Die Methode mit den offnen Schoppen paft fi zur Heu: und Môbrenfütterung ganz befonders auch que grünen Gütterung im Sommer, nur muf immer veichlich Streu vorhanden fenn.

Qn den nôtdlihern Gegenden bat indeffen wegen der Kälte das Stallfoftem feine VBorjüge, fo tie die choppen im füdlihen Theif der Gnfel, wo der MBinter milber und günftiger iff,

*) Annals of Agriculture. Vol. XXXVI. ed