382 Dreischnte Abtheilung,
Gin anberer Sfonomifher Vortheil beim Pferdefüttern befteht bain, baf man den Pfer- den das trocfne Gutter, als Deu und Stroh, vorber zu Hechfel fhneide. Auch) fommt man mit gequetfdhtem Safer etwas teiter,*) Sedo will man bebaupten, daf die Dferde nicht fo gut bei gemabinen Safer gedeihen.
MBenn man Gerfte ffatt Hafer gebraudt, fo mag aud babei eine Feine Erfparnif ftatt finden, indem fie beffer als Hafer treibt. Man twivft ibr vor, daf fie febr Dibig fen, und man foite gerade das Gegentheil gfauben, ba fie eine mebr erdffnende und abfübrende Gigenfhaft bat, Sum Berveife Fann dies dienen, daf man fie in den mebrften beifen Gegenden füttert.**) MBabrfheintih wird fie diefer Cigenfcaft iwegen beim DPferdefüttern mehr als wegen jener ju vermeiden fenn. Die Erfabrung zeigt jeboch, bdaf fie als ein febr fôrniges und nabrhaftes Gutter auf diefe IBeife angemwandt fen,#1)
Qn Gegenden, wo der wide Genft(Ulex Europaeus) leicht wäcft, Fann man bamit Heu und Korn einigermaafen erfparen, tenn er jung gefchnitten und in eigens dagu eingerich- teten Drüblen gequetfcht wird. Gin Mere giebt 15 Tons diefer Art Futter und nach fndern(0 viel als 6 Pferde in 6 Monaten vergebren. 7)
Beim Güttern der Spannodfen bat man mit gleiher Sorgfalt babin zu fehen, Ddaf man, wäbrend fie in gutem Stande gebalten mwerden, fein Gutter verfchwende.@obald fe gur ffren- gen Arbeit im Srübling oder Herbft gebraucht werden, muf man ibnen reichlid Seu, Gtrof und Hechfel nebft einer Portion Rüben, Môbren oder obl, 40 bis 50 tb, iwenn die Ochfen grof find, tâglid geben. Bäbrend des Sommers füttert man fie grün wie die Pferde, und giebt ibnen veicblihe@treu und ABaffer, fo viel fie trinfen môgen,@obalù das Dflügen im Herbfte angebt, muf ibnen Hafer und Hechfel in erforderlihen Portionen gereicht werden, guei um biefe Zeit das Gras feine Mabrhaftigfeit etivas verliert, Sür die Arbeitspferde oder Ochfen muf man die gebôrige Arbeit haben, bamit fie ibr Gutter verdienen und ju dem Ende, genn die Mcferbeftellung befchafft ift, nüblihe Arbeit, als Moderfabren, Kreide, Mergel und Thon u, f. tw,, vornehmen, Das Spannvieh mwäâbrend des Minters, iwenn es nid arbeiten fol, fchlecht ju balten, if Feine gute ABivthfchaft, weil die Mrbeit in der übrigen Seit dem Garmer fonft zu boch Fommt.
Qn der Saatzeit muf der Farmer dabin feben, das das Bieh eine beftimmte Arbeit be- fhafe. Mr. Poung bemerft: man müffe um diefe Zeit das Vieb nicht tweniger als 9 oder ro Stunden arbeiten laffens Dies if er aber nicht im@tande ju thun, tenn Det DPflüger die Dferde mit abwarten muf. Es if aber am beften, Ddaf der DPüger mit dem Zugvieh nichts
*) Lord Dundonald on the Connéction of Chemiliry with Agriculture. #*) Annals of Agriculture. Vol. XXXVI. ###) Lord Dundonald.+) Annals of Agriculture. Vol. XXXVI.


