Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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368 Dreischnte Abtheilung,

man die Schafe des Macts auf einen Schafhof treibt, der mit Stroh, Stoppel und Garren- fraut u. f. w. gut gefireuet ift; das Bieh wird auf diefe Beife warm und bei félechter Sabrs- geit gefund gebalten, fo wie ju gleicher Zeit fo viel Dung bei reichlicher Streu gewonnen wird, als Éein Hürtenfchlag geben Fann. Eine grofe Berbefferung biebei ift diefe, daf man den chafen alles Gutter,(die IBeide ausgenommen), nemlih Peu, Müben rc, dafelbft giebt, rwesbalb man fie fpâter aus- und früber eintreibt, Diefe Methode ift febr zu empfeblen, und es wird in den 3 Monaten, vom December bis gum Mpril, eine erffaunte Menge Dünger dadurcd ge- tvonnen,

Mob beffer mwürde fie ausgefübrt werden, wenn man gu dem Enbde auf den Hôfen offene Schoppen ervichtete, um fie darunter ju füttern. Sn Suffer bat man foldhe Hôfe mit und obne .Schoppen,*)

Bo man jedoch fih des Hürtenfhlages bedient, da muf er auf die môglihft vollfommne Art gebraucht werden. Cs ift qu dem Œnde binreichend, mwenn jedes Schaf 2 Quadrat- Dards Raum bat und die Srhafe gwei Nâchte auf einem Slecte bleiben, Yuf Aerland muf die Ober- fiche febr diŒ bedecft fen, bei Grasland arf der Dünger nidt fo farf überliegen. Man fângt am beften mit bem Mcfer an, der unter der DBrache zu Rüben oder Robl if. Von diefem gebt es que MBeigenbrache, mit befonderer Rücfiht allemal da angufangen, two guerff Korn ober Gras gefäet wir. YDenn es gegen den IBinter auf dem Acerlande ju naf wird, fo ver- fegt man den Hürtenfhlag auf die ABeide oder anderes Grasland, ft das Sand febr moofig, fo wirù das Moos dadurdh vertilgt. ss)

Die Zeit ber Schaffhur richtet fic na dem Better und dem Elima in den befondern Diftricten, Man mus dabei vorgüglich darauf Rücficht nebmen, daf man die biere nicht zu früb ibrer Dedefung beraubt, fie aber ibnen auch nicht ju lange ft. Ein anderer tobl ju be achtender Umftand iff die Meife der Volles denn wird die Schur vor diefer Seit vorgenommen, fo ift die Wolle fo fhwah, bdaf fie Faum gefpounen werden Éann, und iitd die Seit zu[ange ausgefest, fo wird fie gelb, faltig und fchlecht.*#+) den mwârmern gefüéten Gegenden ift die befte Zeit gu Anfang des Junius bei gutem Better; in den Fâltern Gegenden mebrere WBo- cen fpâter. Die Sobafe auf den Gettweiden müffen aber in jedem Gall eber gefchoren merden, weil die alljugrofe Dibe, wenn fie ibre Wolle lange tragen, im Gettwerden nachtheilig ift,

MBeil um diefe Zeit die Schafe viel Staub und Unvath in der MBolle haben, fo müffen fie got der ur gemafchen werden. Dei der gewbôbnlichen alten Methode, bei twelcher die ABa-

fhenden bis an die Druft im Waffer ftehn und viel Drantemein haben müffen, um der Râlte und

*) Annals of Agriculture. Vol. XI. x) Man febe die Aétheilung über den Sürtenfhias. #**) Annals of Agriculture.