Bichsucht. 367
ten, fo leiven fie nicht nur beim Jus und Cintreiben in die Hürtenr, fondern Da fie den gangen Tag wie auf dem Marfch find, fo baben bie ftärfften einen zu grofen Vortheil und die Dintern imüffen das freffen, mas die vordern gectreten haben, Alle diefe Puncte find das Gegentheil von dem, twenn fie än Éleinen A{btheilungen vollfomnien in Rube bleiben, Bird dagegen nun der Gervinn der Pürten in Detracht gezogen, fo lâft fidh dies Berfabren nur dann rechtfertigen, twenn es für den Berluft unter den erwäâbnten Umffânden reidlidhen Erfañ giebt.
Mr. Doung vermuthet, ba die Farmer nur deshalb fo febr für den Hürtenfchlag find, teil fie dadurch die Greibeit erbalten, Grasland aufjubrechen und mit ju Acer ju benufen. Sie feben vorüglih auf Korn, meil fie dadurch ibre Berbefferungen am beften bezabit erbalten, Grasland zu verbeffern, ift Getvinn des Cigenthümers für die Sufunft, und der Pâchter glaubt nur zu leicht, ba er Gchaden davon babe. Sn Éümmert das fhlechte Grasland menig, wenn es fein Meerland nur verbefferts man fiebt daber die chaftrifften fo ausgefogen, oder twenig= ffens nach 500 Sabren als folihe um nichts beffer, als fie vordem taren; dagegen die mebrften Gelder, wo Schafe meiden, obne gebürtet ju werden, fih fortivñbrend verbeffern. Dies lei- tete ibn, die MBirfungen auf feinen Geldern zu bemerfen, Die Schafe batten den Diümger faft gleichfürmig verbreitet und altes Grasland war auffallend dadurdh verbeffert, fo daf fih ABurm- fôcher in Menge fanden, als mûre es gemiftet. Er waljte es flarf im November, es ward aber balo twieber von den Bürmern uneben gemacht und erforderte im Grüblinge noch mebreres ABal- en.©s geidnete fi) bernach aud) dur fein fhônes Grün und den veichlidhen Ertrag befon- ders aus.
Er maf daber biefe bemirfte Berbefferung des Oraslandes der gebôrigen Mbtheilung er Deerde und dem abgefchaffren Sürtenfclag bei, und macht den Shluf: Der Bürtenfchlag ift fhaébar, aber nicht minder die Berbeñerung des Graslandes und mag derfelben beinabe gleich fommen. ABenn nun aber obne ibn mebr Schafe gebalten werden Fonnen, fo Bleibe ibm qu Gunfien des Nichthürtens durchaus Fein Ziweifel mehr brig.
Dies find die Mrgumente und Erfabrungen, welche der Nüblichfeit diefes lange fon ein- gefübrten Berfabrens entgegenfteben und fie febr problematifch iwenigftens auf den Garms ma- chen, 100 Schafe obnedem in Koppeln gebalten werden Fonnen, Gun tiefern in andern Hâllen der Gchade, der den Schafen beim Ereiben gugefügt wird, und die Unbequemlichfeit und Mübe babei, mit bem Vortheil des Snfiems fi fowobl Dung zu verfchaffen, als auch auf andere MBeife das Mcferland zu verbeffern, indem man die@chafe andertweitig einpfercht, im Berbält- nif fiche, muf no gegcigt werden. Die Entfbeidung diefer Frage enthâlt mancherlei wichtige Detrachtungen, fomobl für den Lieb- als Hcerfarmer,
Man fübrt dabei an, es gâbe noch eine andere Methode, den Vortheil des Hürtenfhlages ben gangen Winter bindurcd und auf allen Dodenarten ju evhalten, ie befteht darin, daf


