Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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Biehsuche, 369

unS deren nacbtheiligen Mirfungen auf den Rôrper zu tiberffeben, ff viel Unbequemlidhfeit, Es if daber vorgefchlagen, in einem fliefenden YBaffer eine folche Borribtung ju machen, daf die Grhafe tief genug im IBaffer fkben, um von dem fliefenden MBaffer überfirôomt ju werden, und die IBafcher in einem Gefäf darneben um trocfnen Gubes ibre Arbeit verrichten zu Fônnen.*)

Cbe man zu diefem Gefchäft fhreitet, müffen die Sämmer von den Müttern und andern Schafen getrennt und jedes in eine befondere Mbfcheerung gebracht werden. die erffern gemafchen werden follen, fo if es mebrentheils binreichend,: fie blog zu fhioemmen,

Mach diefem muf man den Schafen auf einige Tage trodne reine MBeide geben, bis fie zum©checren vollfommen abgetrocfnet find.

Bordem pflegte man die Scbafe der Sänge nach zu feeren, gutveilen fief man aud nad- lâffiger Beife IMolle féehen und fhadete dadurch dem folgenden Bachsthum derfelben, den es ift mit der Molle wie mit dem Grafe, twelches am beften gedeibet, je dichter es gemäbet if. Dies rübrte aber mebrentheils von der Methode her, die Schafe der Sänge nad zu fchecren. Mach der verbefferten, fcheert man rund berum, tmwodurd ebener und dichter meggefhoren wird.

Aufer den Soheerern muf man auf 3 bis 4 derfelben noch eine Perfon baben, welche die Gchafe bringt und Febrt. Die Yrbeit gefchieht mebrentheils in einer Scheure. Scheerer fommen felten auf ivgend eine Mrt den Schafen ju nabe, find Seute aber an dies Oe- fhâft nicht gemôbnt, fo fônnen Schafe leicht dabei verlegt werden und man bat daber nur fach£undige Seute dagu gu nebmen., Jan rehnet, daf ein Schecrer, twelcher Uebung bat, wobl 40 Schafe des Tages fcheert.

Die Gettiweider, welche viel Schafe baben, pflegen das Schecren Eteigemeife ju verdin- gen. Das Gteige zu fcheeren Foftet gemôbnlidh 2 bis 3 Sch., mobei der Scheerer die Schafe fetbft boit.**) Dei den Schaffarmers erbalten die Scheerer bei guter Soft, ftarfem Dier und Branntivein u. f. m., tâglih 2 Sc, 6 D,***) Mr, Poung beredhnet die Koften des ge- wôbnlichen Scbectens 2 bis 3 Seb. das Gteige. Debt muf man wobl etiwas mebr renen.

Man muf zum Aufwiceln der YBolle eine befondere Perfon baben, die dies gut verfteht, tveil beim Verfauf davon fo viel abbängt, nichts mit eingeflieft merde, was nidt ur MBolle gebôtt, meil ein Farmer in der Golge manche Schrvierigfeit beim Mbfas feiner ABolfe findet. Mr. Elimann, ein grofer Southdown Schaffarmer, fheert die grôbfte Toile, an den Schenfeln und Shwanzenden, 4 WBoden vor dem Bafhen und Œcheeren, und ver- fauft fie in£ocfs ju 31 D, das ib3 es beträgt etiva 4 Ungen auf jedes Shaf. Er findet diefe Methode auferft guträglid, indem es die Schafe reinlidh und bei Deifem Better Fubl bal.

#) Youngs Farmers Calendar. ##) Synopfs of Husbandry.###) Ibidem.

Qweiter Theil, YAaa