Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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10 Œilfter Abfdhnitt,

Das Bobnenftrob ift au mebreren Sivecfen zu benuéen. VBenn es beim Drefchen gut zerfélagen if, fo giebt es cine gute Streu für Arbeitspferbe, fo tie für Shiveine und andre Thiere, Auch ift es ein Frâftiges und nabrbaftes Gutter für Rindvich im Binter, und fomobl Ocbfen als Pferde, iwenn fie nicht arbeiten, befinden fi wobl dabei, Man fann die Gtâmme febr vortheilbaft zu Hechfel fneiden, dann müffen fie aber frifd von der Dicble Fommen.*)

Die fleinern DVobnenarten werden bauptfñhlidh gum Pferde- und Schtweinfuttern ge- Grauchtz und da fie dreimal fo viel Mebl enthalten als der Dafer, und zu gleiher Zeit dauer- bafte Nabrung geben, fo ift es febr mwirthlidh, die Arbeitspferde damit zu füttern, Aus eben dem Grunde find fie sum Gettmachen des Mindviehes febr braudbar u, ft. HBenn Gchweine mit diefer Art Gutter gemäftet werden; fo giebt es ein febr bartes Fleifch, obgleih der Specé febr gut wird,

IBenn man die Bobnen zur Vorbereitung des Beigens pflanit, fo ift es burhaus noth- tendig, da die Stoppeln fo bald als moglidh aus dent Mer gebracht werden. Dies gefchiebt in einigen Gegenden, in dem man den Acer mit einer Art von Pflug durchfhneidet, an deffen Echaar freumeife, 4 bis 5 Sol von der Spibe, eine eiferne Plate befeftiget if. Die Spise des Pflugfhaars tird in ben Ziwifhenräumen fo cingefest, daf die Plate an beiden Seiten eine Neibe fat. wird der Mer gecggt und gemalit, und Das Gange mit menig Ro fien gereinigt und gur Saatfurhe bereitet, Den dünnern und feidten Doden würde dies aber zum Veigen zu lofer machen,**)+)

Rartoineltn,

Der Anbau diefee auberft nüblihen Grucht bat in den lebten 20 Sabren auferordentlich sugenommen, fo baf man fie in Pinficht auf menfclihe Mabrung dem MBeijen an die. Seite ficllen Fann.

Obngeachtet vieler Abarten derfelben giebt es doc wobl nur mwei beftimmte Gattungen; die rothe mit purpurfarbener Blume und die weife mit der tweifen Dlume.

*) Der obere Tbeil des Bobnenfirobes ift, qu Pechfel gefdnitten, ein febr gutes Sutter für die Pferde, welches von manchén dem Heu gleihgefhäst wird. Der untere Theil des Otengels ift aber su bart, befonders iwenn fie gedrillet find, und fann nur gum Œinffreuen gebraucht werden. Manche drefchen die Bobnen gat nidt ab, fondern gerfchneiden die Garben für die Pferde.(DS,

*##) Synopfs of Husbandry.

+)s gefhiebt bauptfächlidh mit einem Snffrumente, tuelhes dem befannten Begebobelpfiug gleichet. IBenn man indeflen queer durd) die Gurchen pfligt und dann tücdtig egget, fo twird das Sand ganÿ eben,. NS Den