Teil eines Werkes 
2 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 2
Entstehung
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Anbau de8 Aderlandes, 9

fommen Feine Schoten, oft dadurd Shaden gefchiebt, fo gérâth die Grucht 50 oft beffer, als man es ertvartete, und man muf fie daber nicht zu bald aufgcben,

Die Meife der Dobnen peigt id, twenn die Shoten fhmärilih werden, tworauf fie fich an den Œnden bald ôffnens man mu fie aber eine Voche oder ro Tage früber als dies gefchiebt, abfhneiden oder ausreifen, teil fie fon reif und bart werden, fobald fie enfuurzelt in Gchôfen aufrecht geftellt 7 bis 8 Tage der£uft und Sonne ausgefcét find, fie früber abgemäbet oder aufgczogen, fo fclinfen ffe gufammen und werden fhrumpfichts und gefchieht dies, twenn fie zu reif find, fo fallen fie leicht aus; e8 if daber immer beffer, fie ein- auerndten, twenn fie nec nicht alfju veif find, als fié fo(ange ftehen au laffen, baf fie überreif werden. ffe überreif, fo foll man fie täbrend dev Seit, daf der Æhau no darauf liegt, abmäben oder aufjieben, und fie fo auch einfabren, Die nicht fo reifen Stellen fann man wib- rend der troŒnen Æageszeit vornehmen,*)

Benn die MBitterung feucht und der MeFer gut ift, fo madhfen bic Dobnen fpât fort und die Schoten oben an den Stâmmen bleiben grûn, twenn die untern volffommen veif find. Sn folhen Sâllen muf man fpât erndtens die Bobnen Fônnen indeffen es tuob vertragen, fange im Selde liegen ju bleiben, und es ift ibnen febr gut, damit fie fi nicht zu febe ctbifen, Auch ift es gut, fie erft einige Seit nad dem Cinfabren zu drefchen,

Die Art, wie man fie einerndtet, ift verfchieben, An einigen Orten fhneidet man fle mit einem fcharfen Safen dit am Doben ab, an andern fichelt man, und in wenigen Gegenden: werden fie mit der MBurgel aufgezogens man bindet fie dann in grofen Biünden uns feét 3 bis 4 gufammen.

Benn Beijen oder Vinterfradte darnach gefñet meroen, fo muf man fie fo feen, bag fo twenig wie moglich von dem Boden davon bedec£t twerde, fveil Diefer unmittelbar Darauf vein gemacht und ur folgenden Grucht bereitet tverden muf,

Der Értrag der Bobnen bäângt von vielen Umfänden ab, Sn Mivblefer giebt man in au 35 bis 4 Quarters per Mere an. VYn Yorffbire als Borbereitung zum YBeisen 4 bis 6 Ors., aber als Macbfrucht nur ju 2 bis 3 Or, In Kent foffen die Æicfbobnen 2 bis 6 Qre, nach den Umfiänden, die Majagan= und Fleinern Dobnenarten von derfelben Gorte 3 bis 3 Qrs, und guiveilen nod) mebrs und die Mindfor, langfhotige und andere gtofe Dobnenarten 4 bis ro rs. per Mere eintragen.**) man den Durhfchnitt ours gane Sônigreih nimmt, fo fivantt der Ertrag gtvifhen 16 bis 40 Dufhel per Here, und 20 Dufhel ift das Mirtlere.

*) Das Auffpringen ber Dobnenfchoten Hat febr fenig ju bebeuten. e8 dauert oft su lange, bevor die obern Schoten reif werden, tvenn man fie auf dem©Stamme fteben lâft. ind die untern Scho: ten fhiwarz, fo muf man fie fhneiden und in DBündein aufffellen, ivenn gleicj die 3ôpfe oGen nod grûn find und fogar noch blüben. Die andern Schoten veifen bann nach, und eg wâbré denn doc) guiveilen

noch ange, ebe fie sum einfheuern trocfen genug find. 2050 5. **) Corrected Reports of Middlelex, North Riding Yorkfhire, and Kent,

Biweiter Theil. D]