Teil eines Werkes 
1 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 1
Entstehung
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Anbau des Aderlandts, 391

manchen Gâllen verfiedene Sivecfe erreicht: die Unfrautswurgeln, befoubders Oueden und an- dre nachtheilige Pflangen werden gelfet, un mit der Egge defto beffer ausgeriffen werden gt fônnen: der Voden wird rect fein bearbeitet und diellnfrautsfämereien gur Vegetation gebracht, unt bei der Gaatfabtre defto vôlliger vertilgt toerden ju Fônnen.*)

Saatyzeit. Diefe Periode lAft fich nicht genau beftimmen, da fie vom Doden, vom Clima und andern Umftänden abbängt. Sn den füdlidhern Theilen Englands fângt man fon im Mary an, in den nôvolihen aber 6 Mochen fpâter. VBom Märy bis Ende des Hprils ift der getwèbnliche Seitpunct,

SGaamen. Ju die Quantitât des Saamens ift verfhicden, Es Fommt biebei auf die Güte des Dodens an, und ob man frib oder fpât, oder auch nach mwelcher voraufgegange- nen Grucht man fâet. Der fette Poden verlangt eine mindere Quantitât als der magere, Much beim früben Sen ift meniger Saame erfordertih. mittlern Doden fâet man breit- würfig im Mrs 32, im April 4 und im Mai 41 Dufhel auf den Acre. Auf fettem Doden fann man nicht leicht zu dünne fâen, tollte man dif fâen; fo würde fih bie Gerfte bald lagern und in ibrem WBerthe verlicren.**) Mad Müben und andern grünen Grücten ift gewôbnlich minder Œaamen vonnôthen, da folches Sand befonders zur Mufnabme der Gerftenfaat gefchic£t iff. Da biefe Rornart febr ungleidh aufsufommen pflegt, fo bilft man der gleichformigen Segetation our Ginquellen des Saamens nach. fâen in die Furche, andere oben über. Dei dem erftern Verfahren muf die Gurche flach fepn, damit der Saame nicht zu tief in die Erde Fomme und in derfelben zu lange aufgebalten merde,@ûet man oben über, fo muf die Gerfte forgfäl- tig eingeeggt und mit Erde fo bebecft werden, daf das Korn que Begetation auf die gleihfdr- migfte und befte Art gelange,

Man pfleat an vielen Orten Rlee oder Grâferfaamen mit der Gerfte jugleih dagmifchen qu fâen. Juf fettem Boden iff offenbar Schade dabei, benn der fhnelle und üppige Bus des Grafes und Rices toird der Gerfte âuferft nachtheilig, Muf leihterm Doden gebet es allen- fais an, auch Fann ba bas Gtroh baburch verbeffert werden.

Man thut am beften, die Gräferfaamen fpâter über die fchon gefñete Oerfte zu mwerfen, fie dann leicht übergueggen und gn talzen.

Die Drill- und DPflangeultur ift bei der Oerfte vorsüglih mit Muben angutenden, teil man an Qualitét und Quantitât des Crtrages dabei geminnt,|

Obgleich das Einquellen der Gerfte nicht gebrâucblich if; fo türde man dod bei beifer und troc£ner Gabrszeit dabei getvinnens auch durch eine Deimifhung von Auf die Mirfung der Gnfecten fidren Fônnen,***)

œ Ji *) Modern Agriculture. Vol. IT, p. 282.*X) Corrected Report of Middlefex.

#XX) Dies Mittel Bat oft febr Mblen Erfolg gebabt: denn twenn nun die aufgequollene Gerfte Feimte und die Düvre