392 Œilfte Abtbeilung,
Qn der Mabl des Saattens muf man auf die Barbe und den Buftand bee Sale oder Minde des Rorns feben; denn man hâlt diejenige für die befte, wmelche ein Élafgelblidhes glân- gendes Mnfebu bat, obne daf die Spiben auf irgend eine MBeife géflecft find, mwelche plump und volf, oder wie man zu fagen pflegt, woblbeleibt if. Man wmecbfelt gewobulich alle gmei Fabre mit der Gaat, tweil fie fih durch wviederboltes Süen derfelben Hit verfchlechtern fol, Man
swürbe diefes MBechfels Überhoben feu, tvenn man immer gutes ausgemachfenes Korn gur Saat nâbme.
MNadhberige Dearbeitung. Da diefe Rornart mebrentheils breitwürfig ausge- füet twird, fo erbält fie durd nachberige Dearbeitung felten einige Verbeferung. Man fiebht aber iwobl ein, daf ein gelegentlihes NMübren und Hufloern der Crde, um die Burjeln beim Mnbau diefes Rorns manchen Vortheil gerwäbren würde,
Dei trofner Habrsseit leidet dies Korn leicht vom Murmfrafs tweldhes fid an dem plôglihen Bieihwerden der Gerfte wabrnchmen lâft. man beffen inne wird, muf man die Oberfläche, welche au fofe und locer geivorden ift, tüchtig twalgen, die MBalje fchwer beladen und mebvere Pferde vorfpannen, die auch durch ibren Tritt die Erde an die Murgeln fefter andrücfen. man nur bis ju einem Regenfchauer diefem Unbeil entgegen wirfen, fo erbolen fi die Pflangen bald und enttwachfen bem Gemürm,*) Much Topdreffing, wie man ibn zum MBeigen gebraucht, ift mit Bortheil vor dem ABaljen überyufireuen, um dem Geivürm Einbatt quthun. Geuchte Bitterung beim Mufforumen der Oerfle thut ungemein viel zu ibrem Gedeiben.
Der Ertrag ift im Durhfchnitt son 27— 30 Bufhel auf den Mere, Dn Middfefer berechnet man den Crtrag auf éines cres Gerfte zu ele 7 PF. 4 Sd,
Juf den Dobenarten, wo die Oerfte ju geil wacbft, muf man dem üppigen WBuchs oft out Abfrefen der Sheafe Cinbalt thun, oder auch mit der Senfe fie ausmäben, melches leBtere beffer ift, da Bei dem evflern die Schafe der Pflange oft zu nabe thun.**) diefenr Gall bleibt das Mbbüten immer eine miflihe Sache, und mwenn es gefieht, darf es nur febr frübe gefhebn,
MBenn das rôthlihe Anfehen der Mebre verfchwindet, die Mebren fi fenfen und die SHalme trofen und gelblicht werden, fo ift Dies$otn reif.
Um es einguerndten, muf es voffig trocfen im Gelde getvorden fepn, vamit es fi nicht in der Scheure erhige und gum Sâen und Malgen untauglidh merde.
Sum Dôüvre anbielt, fo serborrete fie gang. Œs fhabet bagegen nidt, wenn Gerffe bei der Dirre langer im Doben liegt, bevor fie auflauft. DE *) Synopfs of Husbandry. p. 91.*#) Loglifh Encyclopadia, Art; Husbandry.
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