Aubau des Aerlandes, 377
Umftände verandern aber auch bierdie Sade; iftber Doden von der fetten, frutbaren, fefmigen, Éveidigen oder grandigen Art, fo mag es twobl beffer fepn, ettvas fpâter zu fâen, denn ivenn folhe mwarme Vodenarten ju frübe befaamet merden, fo Éommen die Pflangen zu fhnell vormärts und werden dann in den Grüblingsmonaten fac und dünne; wobei bann ju- aleich das Unfraut die Oberband befdmmt, da diefe Sabreszeit dem Mabsthum deffelben vor- aüglih günftig ift.*)
Die febr fpâte Saat zu Ende des IMovembers und Anfang des Decembers wird oft burd die vorhergebenden Grüchte, als Erbfen, Bobnen, Bien, Rüben, verantast, Tn folchen Gällen mûre es aber beffer im Srüblinge, und gwar den fogenannten Sommeriveizen ju fâen, obgleih man aud von dem weifen dünnfdhaaligen Beigen mit Gicherheit und gwar febr gut erndten Éann,**)
Gaamen. Ueber die Quantität ift bereits fhon ausfüubrlih gebandelt, YSm Yllge- imeinen ift bei der Greittürfigen Œultur die mittlere Quantitât 2 bis 3 Bufhel; bei der Dril(- cultur aber, twie fon bemerft, ungleid meniger.
Die alfjugrofe Quantitât giebt au vie Pflange, die ibre gebôrige Nabrung nicht befom- men Fann, und daber eine Fümmerlide und fhmäcdtige Grucbt bringt. die Quantität zu geringe; fo wird der Boden ju dünne mit Pflange bedecft; jedoch iff von der geringern Quan- titât, went ibr durd nacdberige Bearbeitung, wie bei der Drillmethode nachgebolfen wird, weniger Nachtheil u beforgen. Daber bat die Drilleultur auf leihterm Doden ibre befondern Borjüge, tweil hier die lofe und focere Erde den Koronalwurzeln freiern Spiclraum verftat- ter. Die breitmürfige Methode ift indeffen nod am mebrften, befonders auf Rienboden im Gange.
Madbherige Bearbeitung. Die Art, wie man gefñet bat, Der Suftand des Sandes, und bie voraufgegangene Yorbereitung zur Sant, veranlaffen einige Serfchiedenheiten in der Dearbeitung mâbrend des Badsthums der Grucht, Vn jedem Gall muf die Gaat volf- fommen rein und frei vom Unfraut gebalten werden. Yu das Mübren der Erde um die DPflangen, befonders auf ffeifem und fhtweren Doden, ift von grofem Muben, tie fic die Birfungen davon in dem fraftvollern Muchfe der Dflangen u, f. 1. geigen, Die fonft da, tvo die Oberfläche Dart und unduroringlich wird, ein ungefundes gelblihes Anfeben befommen und nicht fortivachfen twollen, mird vorgüglich durch einmaliges oder ôfteres Uebereggen im Grüblinge abgebolfen,***) Bo die Pflange dünne ftebt, bâuft dies die Crde an die Pflange an, und bringt fo gu befferer Beftaudung derfelben vortheilbafte MBirfungen bervor,
gefchei- *) Bannifters Synoplis of Husbandry.**) Efter in Bath Papers. Vol. IX.
***) Middletons Report of Middlefex. Erfer Theil. DE
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