Teil eines Werkes 
1 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 1
Entstehung
Seite
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376 Cilfte Abtheilung,

Man bauet den YBcizen auch nach Rüben, und gwar gefhieht dies auf fhiveren Niben- boden febr vortheilbafr, befonders enn die Gaat gebôrig bat bearbeitet werden foünnen, 1vo dann ein einmaliges Dflügem auf folhem Doden genügt. Dtach der fpâtern Rübenfrucht füet man Somimerweien oder Gerffe, two ju beiden 2 oder 3 mal leicht gepfügt werden muf. Gommermeigen Fam unter diefer Bearbeitung dem Minterweijen giemlih gleih, und es if gewig immet rathfaner ju diefen ju fchreiten, als Binterrweigen ju fpât eingufäen.

Bi man nach Kartoffein den MBeigen fâen, fo darf dies auf leichtern Doden nidt anbers gefcheben, als daf man ibn gut büngt, wornach man dann, twenn die Rartoffeln vor- her gut getartet worden, mit einer leichten Pflugfahre abfommt.

Daf der Beisen nach Kartoffeln nicht gut gedeibe, bavon gicbt ein einféchtsvoller Acer- switth folgenden Grund an: Muberdem, daf der Acfer durch den Muchs und die Bearbeitung der Rartoffein gu leicht und locfer wird, leidet er insbefondere dur Megen und Erdtwürmer fo wie durch andere Snfecten; bagu fommt, baf in einigen freiern Gegenden die Gaatzeit zu {ange binausgefeét wird, und der Beijen auf diefe MBeife leider.*)

Mach Flachs oder Hanf Fann man den Beigen oft mit Vortheil fâen, nur muf das emporfommende Unfraut dur mebrmaliges Pflügen unterdri£t werden, um dem Mcfer die gebôrige feine Bearbeitung qu geben,

Durdh Erfabrung ift man aufs deutlichfte darüber belebrt, daf, io es ju vermeiden if, der Weigen nie nach Moggen, Gerfte oder Hafer gefäet werden müffes und daf der Dün- ger nicht gum MBeigen, fondern zur vorhergebenden Fruct angewandt werden folle,

Saatzeit. Leber die beftimmte Seit, zu twelcher diefe Rornart mit dem glüclichften Erfolge in den Doden gebracht werden Fonne, ift man nod) nidht aufs reine,@oviel erbellet aus den fhon mitgetheilten Beobachtungen, daf, je früber fi die Saat vor dem Froft in dem Doden gebèrig cintourgeln fènne, bdefto beffer der Crfolg fe. da die Vegetation beim früben Sâen lebbafter if, fo if der Bus in der fpâtern Beit weit unvollfommner und(ang- wieriger bis zum rüblinge, mwoburd die Frucht manchen Gefabren ausgefest wird, Ueber- baupt bat Die Crfabrung immer gegeigt, Daf fpâtgefäeter Meigen nie fo gut gedeibet als der frübere. Bird er jedoch zu frb gefäet, fo fchiebt ev zu febr ins Strob, und das Korn in den Aebren wird leicht. VBom Anfange des Septembers bis jure Mitte und wobl gar zum Ende des Octobers ifft mobi die befte Beit gum Sûen. MBird auf dem fhiwerern Vobden früber gefüet, fo ift der Mer mebrentheils ju bart und Flumpig, als daf die Saat gebôrig untergecggt twer- den fann, und bie leichtern Dodenarten find dann ju trofen, um das Form zur gebôrigen Begetation zu bringen, WBird fpâter gefüet, fo wird der Boden eines Ebeils vom Herbftregen qu naf und bdichte, andern Ebeils ju lofe und locfer durch die Cinwirfung des Froftes.

Umffände *) Middletons Report of the Agriculture of Middlefex,