Teil eines Werkes 
1 (1807) Der practische Ackerbau oder vollständiges System der verbesserten neuen Landwirthschaft. 1
Entstehung
Seite
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378 Cilfte Abtheilung.

gefeiber Schriftfteller vermuthet, ba bei biefer Operation manche MBurzelafer abgeriffen, dadurd der fippige Buchs des Balmes und der Diâtter unrerdriFt, und die fribere Neife und Bollfommenbeit des Rorns bewirft merde,+)*)

Das Balgen des Mers, entteder one Eggen oder nach demfelben, leiftet da, to bie Oberfläde Flobigt if, und bdaffelbe bei anpaffendem Grade von Seuchtigéeit vorgenommen wird, in fo ferne Muben, als die Burgeln des MBeijens in die Crde gedrncft werden und nun neue Tricbe aus denfelben emporfchiefen,**) Muf allen leichtern Dobenarten ift das WBalsen gut, weil es das£ocertmwerden der Crde um die Pflangenturgeln verbindert und fie in dem Boden mebr befeftiger. Œs wird auch da, vorjüglih mo Rlee oder Grasfaamen mit dem IBeigen eingefñet if, als ein Mittel jure Beférderung der Vegetation empfoblen,***) fo wie es den Berbcerune gen des DBurmes Cinbalt thun folf,+)

On den Füllen, wo es dem Aer an Gruhbarfeit oder gebôriger Subereitung mangelt, muf man den Streudünger, Toporeffing gebrauchen, ift entiveder fefter oder flüffiger Art. Crfterer befteht aus Sedervichoünger in pulverigem Suftande, Rnochen, Staub, Nuk, Torf, Ufhe und mancherlei falsigen Materialien. aus den SlüffigÉeiten der Miffhau- fen. muf fo dünne und eben als môglich und fo früb, als die Pferde ohne Machtheil auf den Acer gelaffen werden fônnen, auf denfelben gebracht werden; Fann man bie 3eit, wenn das Better zur Geuchtigfeit fid neigt, abpaffen, fo iff es defto beffer. Fann man mit Bortheil waljen, man fid der lebtern Art, fo muf befonders dabin gefehen werden, daf die Pflange nicht zu viel Glüffigfeit befomme,

Die Methode des Berpflançens Fann in einigen Gâllen von berrlihen Golgen feyn, wenn man nebmlidh von den difern Stellen Dflangen ausnimmt und ffe an bie dünnern fest, fo baf beiden gebolfen wird. Die erftern Fônnen dann beffer bebacft werden und bie leBtern et- balten nun die gebôrige Menge Pflangen. Man bebauptet, daf, wenn MBeigen auf Garten- land gefäet wird, ein More fo viel Pflangen bergebe, als zu bundert erforderlich find, twenn die Pflangen gebôrig gertheilt und 9 Soil von einander gefebt werden, Da dies Berpflangen im Srüblinge gefiebt, fo Fann der Doden feuchter feyn als der Meigen es fonft mob feidet; nâcfidem giebt dies eine febr reine Grucht, ieil der Doden vor dem Pflangen gepflügt if, das Born nun fneller âchft als das Unfraut und die Oberfand befômmt,++): Manche andere Bortheile werden nod von andern Scbriftftellern diefer Methode zufolge angegeben,+++)

Das

D Œiner von Darwins paradoren Œinfâllent Mürbe die Auébebnung der Dffange in Buryeln und Dlâtiern dadurd gefhmalert, fo mürde obne imeifel auch das Rorn verlieren. À. d.$.

*) Darwins Phytologia.#*) Ibid. p. 293.**#) Corrected Report of Middlefex.

+) Synopfs of Husbandry. p. 63. ff) Darwins Phytologia. p. 292. ft) Vogle in Bath Papers. Vol. III.