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Ziege
Die Männc<en dieſes Geſchlechts ſind ſo geil, daß ein Bock eine Heerde von hun- dert Ziegen verſehen kann, Die Begat- fung ereignet ſich im September und No- vember, um welche Zeit der Bock einen unerträglichen Geftank von ſich giebt, wel- <er ſogar den Raßen zuwider ſeyn ſolls weshalb die Kutſcher gern in ihren Stäl- len bey ihren Pferden, die deſſen gewohnt werden, einen Bock haben wollen, und zugleich vermeinen, daß die Pferde da am beſten ſiehen, wo ſich ein Bock um ſie be- findet. Die Ziege geht von ihrer Begat- tung an 5 Monate, und wirft gemeinig- lich zwey, ſelten mehrere Jungen. Der Bock iſt mit dem Jahre, und die Ziege in ſiebenten Monote zur Zeugung geſchickt; ob nian glei), ſtärkerer Nachzucht hal- ber, beyde gern 18 Monate alt werden läßt, ehe ſie zur Zeugung fommen. Die Ziegeiſt 7=-8 Jahre, fruchtbar; der Beck aber taugt nicht über 5-6 Jahre, weil er ſich zu wenig, auch bey einer nur kleinen Heerde, ſchont 3; man ſchlachtet daher gern die Bs- >e im dritten oder vierten Jahre; auch werden die Bockshäute, weil ſie zu Bein- kleidern ſehr dauerhaft ſind, hoch im Preiſe gehalten. Das Ziegenfleiſch hat in un- ſerm Himmelſtriche nicht den guten Ge- ſchmac> des Hammelſleiſches;: wenn es aber von nicht zu alten Thieren dieſer Art einige Tage in Cſſig gelegt wird: ſo wird es im Geſchmace des Wüldprets ſeyn. Das Fleiſch der jungen Ziegen wird mit dem Fleiſche junger Lämmer gleich geach- tet. Jm Milchzeben will man zwo gute Ziegen einer nicht zu großen Kuh gleich ſchäßen, Die Ziegenmilch hat einen her- vorſtehenden eignen Geſchmack, wodurch ſie ſich von der Kuhmilch unterſcheidet; ſie wird aber dafür deſto geſünder gehalten, und der Ziegenkäſe wird von Liebhabern dem Kuhkäſe vorgezogen. Vet, Regilexicon IV, Theil,
Zuckerw SIt
Zittergras, ein ſchicklicher Name für Briza L.
1) Gemeines oder Wieſen- zittergras, Slitter-, au< Ha- ſentjras, Zaſenbrod, unſrer lieben Srauen Stachs, B. media L., wächſt auf unſern tro>nen Wieſen, warmen Hügeln und in Eich- und Fichtenwäldern, Blätter: bilden einen Büſchel, ſind gra- ſig, 4-5 Z. lang; Halm: dünn, ge- bogen, mit 1 oder 2 Blättern beſeßt, die den Halm mit der Grundfläche umfaſſen; Blumen: on den Enden der Halme, zahlreich, in kleinen runden Aehr<hen, von denen eine jede einen ſehr dünnen und ſchwachen Stiel hat, und daher von dem geringſten Lüfichen in eine zitternde Bewegung geſeßt wird; der Kel), wel- cher fürzer iſt, als die Blüthhen, ſchließt 7 Blättchen ein, welche fein braun ſind.
2) Kleines Zittergras, deſſen ZBlüthchen Fürzer als der Relch ſind, B. minor L., wächſt in der Schweiz, auch in Schwaben. Riſve: ganz kurz; Aehr- chen: dreyefig; Relchbältgiein: ey- förmig, vertieft. Gemeiniglich bedeckt der Kelch 5= 7 Blümchen.
3) Größtes Zittergras, B. maxima L. Vaterland: Jealien, Portugal 3 Blätter: zahlreich, beynahe 1 F. lang; Salme: dünn, gegliedert, etwa 23 F. hoch; Dlumen: auf den Enden der Hal- me, in Riſpen, deren Aehren herzförmig ſind, etwa 17 Blümchen einſchließen, und, wie die vorhergehenden, auf dünnen Stie- len ſtehen; mit ihrer zitternden Eigenſchaft jedoch beſſer ins Auge fallen, weil ſie grö ßer ſind. Wenn man dieſe Gräſer zu un« ferhalten verlangt? ſo ſaäe man den Saa- men an Ort und Stelle, ſobald er reifiſt, oder im folgenden Frühjahre.
Zuckerwurzel, Zuckerrübe, eine
Wurzel, die zur Speiſe dient, Man er- Ceee zieht GENET 1> uH 4-27 PEIN SE Femin HALL SEE 3


