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a fr. BEE FUE GAGE.€
Zaun?
Zaunkönig, Trochylus, Regulus, der kleinſte Vogel, den wir in Europa ha- ben. welches ſehr künſtlich, faſt wie ein Filz, * gearbeitet, und ſo in einander geflochten iſt, daß man es nicht ohne Mühe zerrei- ßen fann. Ueber Winter bleibt der Vogel bey uns, zieht ſich bey der Kälte aus den Gehölzen in die Dörfer, wo er ſich in Holzſtößen und andern Schußörtern ver- birgt, und daſeibſt die verſteckten Fliegen und Mücken aufſucht. Der Geſang iſt kaut und unterſchiedlich abwechſelnd, auch an ſic) angenehm.
Zapfen, iſt im Zimmerwerke am Ende eines Stück Holzes ein verdünnter Abſaß., meiſtens den dritten Theil von der Holzſtärke di, welcher in ein Loch paßt, das in einem andern Holze eingelochet iſt, und das Zapfen- oder Ferſenloch heißt, als wodurch die zwey Hölzer mit einander vev» bunden werden» Wenn durch das Loch und den Zapfen ein Loch durchgebohrt iſt, dnr< welches ein hölzerner Nagel geſchla- gen wird: ſo wird der Zapfen in ſolchen? Falle ein verbohrter Zapfen genannt.
Zapfen, ſchwaibenſchwanzför- miger, iſt ein Zapfen, welcher wie ein Schwalbenſchwanz zugehauen iſd, d. i.. wel- eber an ſeinem Kopfe breiter, als hinten am Halſe iſt, und in einen ſchwalben- ſchwanzförmigen Cinſchnitt eingelaſſen wird,
Zapfen zur einfachen Verſa- kung, ein Zapfen, welcher nicht ge- viert, ſondern ſchräge ausgeſchnitten iſt, weil das Holz, woran er iſt, eine ſchräge
Er bauer ein ziemlich großes Neſt,
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Fbage hat; um zuſtreben. Dergleichen ſind die Zapfen der Strebbänder, der St, Atj« dreasfreuzer, u. ſ.f.
Zapfen, verlorner, iſt von Ei Henholz, und wird zwiſchen geleimte und gefugte Breter eingelaſſen, damit ſolche deſio weniger aus einander gehen können.
Zarge, Lauf, Lauft, iſt bey den Getraidemühlen ein Gefaß, welches um die Mühlſteine geſeßt wird, damit, wenn der obere Mühlſtein oder Laufer darinn he» rum läuft, die gemahlne Fruchtnicht weg- ſpringen, ſondern im Laufe bleiben, und aus ſelbigem in den Mehlkaſten fallen- müſſe,
Zeitloſe, Colchicum L., eine Pflanzengattung, deren Zwiebelblumen- pflanzen die ſonderbare Eigenſchaft haben, daß ihre Blumen ſich ſchon im Herbſteaus der Zwiebel erheben; ihre langen, ſchma» len Blätter aber'erſt im Frühjahre keryo- fommen ,und im Jun. wieder abſterban.
7) Gemeine Herbſt- oder Wieſen- zeitlöſe, gemeine-Zeitloſe mir nacken- den einfarbigen Blumen, nackende Hure, Herbſt-, Spiny-, Licht- Ülichelsbinme, Hundshode, Wie. fenſafran, C. auctumnale L., wächſt bey uns häufig auf feuchtenWieſen, undin den Baumgärten. Zwieb., länglich- rundlich, braun, oft zuſammengedrücft; Blätter: aufrecht, flac, beynahe 6 Zoll lang, 1 -- 2 Z. breit, hochgrun;. Blumen: ohne Stengel, mit einer aufrechten Röhre,
'wie die des Crocus, 4, lang, verbreitet
fich nach oben zu nach und nach, und theilt ſich


