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ſerſchierling, CO. virofa L., und wächſt bey uns an dem Ufer der Bäche und Flüſſe, in Sümpfen, ſtehenden Wäſſern und Grä- ben. Wurzel: groß, Fnolligoder rüben- artig, äußerlich gelblich weiß, zur Win-
terszeit, wenn ſie der Luft ausgeſeßt ifi,
oberwärts grunz«Stengel? 4 F. hoch, groß, hohl, aäſtigs Dlätter: gehiedert, aus vielen, langen, ſchmalen, ſägeförmi- gen Blättchen zuſammengeſeßt, auf langen ſtarken Stielen ſtehend 3; Dlumen auf den Enden der Zweige,-in großen, den Blättern gegenüber ſtehenden, Dolden, gelblichgrün, im Jun, u. Jul.; Saame: dem der Peterſilie ähnlich; reif im Sept, Am öfterſten wird der Würerich mit der Paſtinake, ſonderlich in Anſehung der Wurzel, verwechſele- Die Paſtinak- wurzel iſt gemeiniglich kleiner, mehr ſpin- delförmig, und hat, wie dieübrigen Theile, einen eignen gewürzhaften und ſüßen Ge- ruch; iſt auch niemals-innerlich, wie-der Wüterich, mit Fächern verſehen. Daß die Wurzel Menſchen und Thieren tödklich geweſen ſey, davon hafman viele Beyſpiele, und gemeiniglich ſind Menſchen, wenn ſe Paſtinakwurzeln genoſſen haben, durch die darunter gefonzumenen Wüterichwurzeln vergiftet werden; weshalb man.in der Küche die jeßt berührten Unterſcheidungs- zeichen von beyderley Wurzeln wohl bemer- fen ruß.|
Wunderbaum, Ricinus I. Von den 3 Arten dieſer Gattung iſt in den Gärten nur eine bekannte, zärtliche, hoch-
Wund.erb
wachſende, aufrechte, reichbelaubte, ein« oder höchſtens zweyjährige Pflanze, von welcher es mehrere Abarten giebt, die, wes gen ihrer ſonderbaren, großen, ſchönen Blätter, als Verzierungspflanzen ſehr ge- ſchäßt werden.
Gemeiner Wunderbaum, Rreuz- baum, R. communis L. Waterlands beyde Indien, Africa, das ſüdlichere Eue ropa; Stamm: aufrecht, ſtark, dick, ſteif, glatt, kraufartig, gegliedert, 8== L0 F. hoch 3; Dlätter: ſchild- und faſt hand- und ſägeförmig, langgeſtielt, ſehr groß; ZHlumen: in den Winkeln der
Zweige an den obern Theilen der Pflanze|
in langen'Aehren, weißlich grün, im Jul. u. Aug. 3; Saamen: eyrund, länglich, geſtreift, re im Herbſte- Dieſe findet man in den Apotheken z; ſie purgiren. ſtark, verurſachen Erbrechen und Schmerzen in den Gedärmen; weshalb ſie nicht ſicher zu gebrauchen ſind>- Cs giebt von dieſem Wunderbaüume viele Varietäten, Dex Saame muß auf den Miſtbeeten gezogen, und Z Z. tief gelegt werden, Die erwach«- ſenen Pflanzen werden einzeln in kleine Töpfe gepflanzt, inein Miſtbeet eingeſenkt,
wie andere ausländiſche Gewächſe gepflegt,
und gegen den Herbſt zeitig in ein Glashaus gebracht, weilſie leicht durch die Herbſtfrs- ſte getödtet werden. Jn unſerm Klima- zeigt ſich gar nichts bayumartiges an dieſem Gewächſe 3; vielmehr mus man es ein Kraut nennen; obgleich der Stengel diF und hoch genug iſi,
Zaun


