Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
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586"Wolf

tern. Strentzel: dünn, nahe am Gipfel oſt überhängend, 5-6 Z. hom; HDly- men: ſchön weiß, im Jun. und Jul.

" 4) Doldenrragendes WVinter- grün, P umbellata L., wächſt in 1<at- tigen, ſonderlich in Fichtenwäldernz die B. umen ſind weißtich- purpurroth, im Jul.

5) Einbinmiges Winrergrün, P. uniflora L., hat gleichen Geburtsort mit den vorigen. AÄlumen: nur eine auf jedem Schafte, groß, ſchön weiß, ſehr ſchön, im Jun. und Jul,

Von der erſten Art meldet Walcer Fol- gendes. Dieſe, in den Plantagen einen Plaß verdienende, Pflanze muß mit einem großen Erdball ausgehoben, und in ein ſteiniges Erdreich und kalte Lage im Schat: ten zwiſchen die Gebüſche gepflanzt werden,

Wolf, ein in großen, weitläufigen Wäldern ſich aufhaltendes Raubthier, wel- <es dem Hundegeſchiehte am nächſten fommt. Sein Lager iſt meiſt in dien unzugänglichen Dertern, wo ihn niemand leicht aufjagt, und wo er vielerley Wiid- pret antreffen kann. Alles Fleiſch nimmt er am liebſten von lebendigen Thieren, die er tödtet und zerreißt, den Vorrath in ſein Fager ſchleppt, ſich auch ſtets mit neuem verſorgt. Im ſtarken Hunger fcheuet er keine Gefahr. Er jällt die größten Thiere an, und gebraucht ſo viele Liſt, ſie anzu- greiſen und niederzureißen, daß ein Menſch ſie nicht feiner ausſinnen ſollte, Findet er nun fein? lebendigen Thiere, deren Fleijc) er ſic) zu Nuß? machen könnte: ſo ſällt er aufs Aas, wenn es auch noh) ſo ſehr ſtinkt. Die Begattungszeit der Wölfe iſt mehren» "theils um Winter, und zwar um Weih» Knachten 3 daher werden um dieſe Zeit 12 Tage gezählt, in welchen die Wöife ihre Rönzzeit haben, und überhaupt viel drei-

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ſter ſind, als zu andrer Zeit. Die Wöl- finn trägt 9 Wochen, wirft 6--7 Jungen, ſäugt und nährt ſie mit allerley Fraße von fleinen Thieren und Gevvögel, bis ſie ſelbi- ge ausführt und lehrt, ihre Itahbrung ſelbſt zu ſuchen. Jn hieſigen Ländern hat man nicht nachgelaſſen, die Wölfe gänzlich zu vertilgen; wenn auch dann und wann noch welche hier geſehen werden: ſo find es Ueberläufer aus Polen,

Wolibluime. Dieſen Namen führe das Pflanzengeſchlecht An'hyllis L,; wo- von wir aber nur die in Deutſchland wach- ſende Art anführen.;

Wieſenwoliblume mit gedoppel- cen umentöpfen, Wund- oder Zruchkraut, Wand- oder Ragetn- Flee, Hendelweiß, wilde Hohne, A. Vulneraria L., wächſt auf Wieſen und Hügeln. Srentel: klein, dünnz Bt» ter: gefiedert, aus 2=-3 Paar gegenüber ſtehenden, und einem einzelnen Blättchen zuſammengeſeßt, welches leßtere länger iſt, als die übrigen; Dimmen: auf den Zwei- gen, theils roth,*beils weiß, im Jun, und Jul. Dieſe Art begreift folgende zwo Pflanzen? 3) Blumen, in doppelten Köpfchen, ſcharlachrothz b) Blyu- men, meiſtens in einfachen Köpfchen, gelb. Die Schaaſfe freſſen die Pflanze gern; ob ſie gle'im) von andern Thieren nicht angerührt wird, I

Wollgras, Eriophorum L., ein Pflanzengeſchlecht, deſſen dreyeckiger Saa- me mit vieler und langer Wolle umgeben iſt,

1) Gemeitnes Wollgras mit tfe- ſtielten abhängenden Blütchks- pfen,; Slacy3-, auch Wieſendünn- gras, Wieſenwolle, Guijpel-, auch Sederbinſe, Binjen-, auc 170o0rſeide, Judenfeder, E. poly-

Nlachyon