Teil eines Werkes 
4 (1799) Oekonomisches Reallexicon, worinn alles was nach den Theorien und erprobten Erfahrungen der bewährten Oekonomen unsrer Zeit zu wissen nöthig ist in alphabetischer Ordnung zusammengetragen, berichtigt und mit eigenen Zusätzen begleitet wird. 4
Entstehung
Seite
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wuchert auf den Wieſen und im Getraide

überall; findet ſich auch, unter einer ver- änderten Geſtalt, auf den unfruchtbarſten Sand chotien ein, und blühet den Sommer über, Die ausdauernde Wurzel iſt etwa einen«Federkiel di>e, und geht ſowohl Über 1-=2 ZJ, tief in die Erde, als auch mit ivren Auslaufern zur Seite. Ein je- ves mt dem Pfluge abgeriſſenes Stückchen wird wieder zu einem neuen Stoke, wenn es nur die Erde erreichen kannz daher die Winde eines der beſchwerlichſten und am weniaſten zu vertilgenden Unfräuter iſt; befonders in AeFern, die alle Jahre ge» bauet werden. Auf den Braachäckern ſchadet ſie weniger durch Ueberziehung und Verbiüſchung des Getraides, weil ſie, durch beſtändiges Abweiden des Viepes, auch Auſfſuchung der Wurzel von den Schweinen, immer entfräſtet wird. Die Stengel winden ſich 2---4 F. lang an an» dern Pflanzen in die Höhe, Die Blumen fummen aus den Gelenfen von mancherley Farben. Die Stengel tronen unter dem Getraide äußerſt langſam aus, und leßte» res muß oft umgekehrt werden, weil, wenn die Stengel der Winde zwar äußerlich tro- &en ſcheinen, inwendig aber doch'noch allen ihren Saft haben, ſelbige das dar- unter befindliche Stroh anfeuchten, und ſchimmelnd machen, daß es dem BViehe ungenießbar wird. Läßt man aber die Winde recht austro>nen: ſo wird ſalche von den Thieren ſo gern, äls Klee, geſreſ- ſen. Jſt die Winde nach dem Trocknen auf dem Schwaden oder in den Garben vom Regen wieder naß geworden: ſo läßt ſie ſich weit ſchwerer wieder abtrocknen, als das Getraide; auch iſt man wohl gar ge- nöthigt, die beregneten Garben wieder aufzubinden und auszubreiten, um der Sonne, dem Winde, und der Luft mehre- ren Eingang zu verſchaffen,

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mooſigen Pläßen, tet, 1 F. hoch, einfach, glatt, mit einer

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2) Zaunwinde mit pfeilfösrmiten, Hinterwärts«bgeſiuzten Blättern und einzelnen Blumen, Hecken: oder große weiße Winde, Jaunglocke, Gnacentraur, C. ſepium L., wächſt überall an den Hecken und Zäunen, und blüher den Sommer Über. Stengel: viele, windend, an einer Unterſtüßung 10--15 F. hoch ſteigend; Blumen: aus den Gelenfen der Zweige, auf langen vier« efigen Stielen, groß, ſchön, gloc>kenför- mig, rein weiß. Man hat Abarten mit purpurrothen und/ mit purpurroeh geſtreif= ten Blumen. Der milchige Saft des Stengels ſoll, wenn er eingenommen wird, purgiren; die Wurzel ſoll gleiche Wirkung haben; daher man es das Deute ſc<e Scammonium nennt,

Wintergrün, ein Name, Her meh« rern Pflanzen beygelegt wirds bier aber

"verſtehen wir darunter Pyrola L.

r) Großes rundblätteriges Win« tergrün, Wald, oder Holzmangold, P. rotundifolia L., wächſt in ſchattigen Wäldern und auf andern unfruchtbaren Srentel: aufgeriche

lo&ern Blumenähre ſich endigend, nahe Unter dem Gipfel mit einigen wenigen Spie ßen beſeßtz; Zlumen: groß, weiß, abs ſtehend, ſehr ſc<ön, im Jun, und Jul.

2) Kleines rundblätteriges Win- tergrün, P. minor L., hat mit voriger Art gleiche Geburtsörter und Blüchzeit. Der Stengel iſt 4--5 Z. hoch, röthliche grün, Die Blumenblätter ſind weiß, am Rande röchlich, und ſchwach eingeferbt,

3) Einſeitiges Winrergrün, oder mir nach einer Seite geehrten Bly« men, P. ſecunda L., wächſt in den Wäl- dern und mit den vorigen an andern Oer-

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