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Wieſe Harke ab. Der Schaafpferc<h, Hüh-
ner- und Taubenmiſt, Seifenſiederaſche, übergeſireueter Sand oder Lehm auf Wie- Fen eines Moorgrundes, ſind vortreffliche Verbeſſerungsmittel; außerdem hilft man dem Gragwuchſe auf bemooſten Wieſen gar
ſehr, wenn ſolche mit eiſernen Eggen durch-
geriſſen, und den Graswurzeln hiemit Luft verſchafft wird. Das Moos wird dann auf Haufen zuſammengebracht, und, wenn es trocken iſt, verbrannt. Die Aſche wird an Ort und Stelle umherge- ſtreuet, oder dem Viehe in den Ställen untergeſtreuet. Hat man Waſſer in der Nähe: ſo hat man 2) an der Wieſen- wäßſerung eine andere VWerbeſſerung. Sie geſchiehet entweder durch eine nahe ge- legene Quelle, oder durch Abdämmung
eines Bachs oder eines Fluſſes 3 oder auch),
wo dieſe zu breit ſind, oder in zu hohen Uſern gehen, daß man ſie nicht ai!foäm- men, nec< Rinnen oder Röhren einlegen kaun, durc) Schöpf- oder Gießräder, wo- mit man die Wäſſerung ziemlich weit brin- gen kann, Die Wieſen aber müſſen ſelbſt die Fläche oder den Fall haben, damit das Waſſer nicht in der Mitte ſißen bleibe; ſondern ſeinen Fortlauf unbeſchwert finde. Dazu dient bey dem Einlauf des Waſſers eine Waſſerfurche in verhältnißmäßtger Weite und nöthiger Tiefe, davon zu bey- den Seiten durch die ganze Wieſe kleinere Gräben oder Furchen, 10--12--15 El- len weit eins von dem andern, gezogen „werden, damit ſich die Wäſſerung in die ganze Wieſe, ſonderlich w9 dürre und öde Oerter ſind, austheilen, einſenken, und alſo die Graswurzeln erquicken möge. Wo die Wieſen ganz eben ſind,"da braucht es feiner Waſſerfurchen, weil ſich das Waſſer von ſelbſt darcuf„austheilt, und ſolche überall durchzieht. Man muß aber'auch Wet, Neallexicon 1V, Theil.
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nicht zu viel. Waſſer darauf leiten, und das Waſſer im Frühjahre oder Sommer wenn die ſogenannte Vormathe geſchehen iſt, nicht länger auf den Wieſen ſtehen laſſen, als bis der Boden durchzeweiche iſt, damit 2 as Gras durch die Sonnen- wärme nicht in Fäulniß gerathe, Ferner ſoll man bey der Wäſſerung im Frübjahre dahin ſehen, daß ſolche nicht zu der Zeit geſchehe, wenn das junge Gras ſchon an- gefangen hat hervorzufommen; es wird dadurch leicht erſtickt, oder doch wenigſtens. verſchlämmt, und giebt ſchiechtes, foures Heu. Hak man auf den zu wäſſernden Wieſen vertiefte Pläße: ſo wird das Waſs ſer darauf ſiehen bleiben, und es werden bey öfterer Wäſſerung ſich endlich ſchilfige und harte Sumpfpflanzen einfinden; man muß daher die Vertiefungen zuvor ausſül- len, oder Gräben anlegen, um das Waſs ſer aus den Vertiefungen abzuführen. Ende lich iſt 3) die Entwäſſerung der zu nie- drigen Wieſen zu ihrer Verbeſſerung ſehr nothwendig. Kann man auf ſelbigen mit den gewöhnlichen Gräben nichts augrich- ten: ſo muß ein Hauptgraben an einem ſchiklichen Orte angelegt werden, in wel. <en die kleinern Gräben ihr Waſſer ab» ſeßen können.
Wieſenkraut, nelkenartiges Weeſenkraut, Grasbinme, Sand- näglein, See: oder Meerneike und
jeergras, ſinddie Namen der Statice, wovon hier nur diejenige Art bemerkt wird, die beym Linnaeus Statice Armeria heißt, Sie iſt auf trocknen Trijten, in ſandigen Feldern und Heiden ſehr gemein, blühet vom Jun. bis in den Herbſt, und hat eine ausdauernde, lange, faſerige Wurzel, Auf dieſer ſißen viele,„grasartige, ſchmale, furze, vollig ganze, etwas rauch anzufüh-
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