Welle
erlangen, die Reiſer auf den gemeinen Weißdorn zu pfropfen, welcher in einem fetten, feuchten und lo>ern Boden ſteht.
6) L7ordamericaniſcher ſtacheli«- ger Weißdorn mic epförmigen wol- ligen Dlättern, C. uniſlora 1. Die reifen Srücht? ſind grünlich gelb, und klei- ner, als bey der erſten Art.
7) Trordamericaniſcher Weiß- dorn mit glänzenden lanzerförmi- gen Blätrern, C. lucida L. Die Bee- ren werden im Herbſte reif, und ſind roth und klein, Miller empfiehlt dieſe, vor allen übrigen ein ſchönes Anſehen habende, Art zu Hecken. Site verträgt das Beſchneiden recht wohl.
Unter allen ausländiſchen Arten ſind für Deutſchland nur die Azerolen etwas weich- lich, und wollen vor Kälte in Acht genom- men ſeyn.
Welle, Wellbaum, Gründel, ein runder Cylinder, woran bey Mühlen das Waſſer- und Kammrad hängt, und eine horizontale Lage hat; es ziebt aber auch Wellen, die ſenkrecht ſtehen, z. B. bey Matzlmühlen diejenige Welle ,* woran der Trilling ſißt 3 auch hat man loth- oder ſenf» recht ſtehende Weilen bey Schlagwerken oder Rammmaſchinen, in denen Löcher durchgebrochen ſind, durch welche man die Ziebſtange ſtet, und an welchen die Men- ſchen ſtehen, um den Wellvaum herumzu- drehen,
Wermuth, Artemilia Ablin- thium L., iſt überall bey uns zu ſinden, Die ganze Pflanze iſt ungemein bitter und zugleich gewürzhaft; auch miteinem beſon- dern Farken Geruche begabt. Die Blät- ter ſind fräftiger, als die Blühen. Das gefro>dnete Kraut behält ſeine Bitterkeitz verliert aber viel vom Geruche, Der
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Wermuth beſißt nicht nur alle Kräfte, wel- <e bey allen bittern Pflanzen angeführt worden ſind; ſondern wird auch dieſe an der ſtärkenden Kraft noch übertreffen. Er iſt ein treffliches Mittel wider die Säure in den erſten Wegen. Man kann nämlich das ſauer gewordene Bier damit verbeſſern; auch denſelben ſtatt des Hopfens gebrause <hen; doch ſoll ſodann das Bier mehr be» rauſchende Kraft erhalten. Der gemeine Mann auf dem Lande nimmt einen halben 2öffel des friſch ausgepreßten Saftes mit etlichen zerſtoßenen Gewürznelken vor dem Antritt des Fiebers, und vertreibt es oft hiemit, Der Saft wird wider die Milz- und Gelbſucht; nicht weniger gegen die Würmer gerühmt, Aeußerlich pflegeman die Blätter, als ein ſtärkendes und zerthei- lendes Mittel, auf die wäſſerige Geſchwulſt zu legen, und den mit Wein bereiteten Trank als eine Bähung wider den kale fen Brand zu gebrauchen. Getrocke neter und gepülverter Wermuth, den Schaafen in die Salzlecken gemiſcht, ver» treibt die Egeln,
Weittertchenkel, Waſſerſchenkel, iſt die Breite oder der unten überhängende Rand eines Fenſterfiügels, an welchem der anſchlagende Regen übertriefet, daß das Waſſer nicht zwiſchen die Flügel eine dringen konn.
GVicke, ein Pflanzengeſchlecht, wel- <hes ſchmetterlingsförmige Blumen und Hülſenfrüchte trägt. Linnäus hat die Wi- >onarten in zwo Ordnungen abgetheilt.
A. Wicten, welche verlängerte Biürhſtiele, oder ährenweiſe tge- ſtellte Blumen haben.
1) Große Erbſenwicke mit Fleinen ZBlattanſärzen, welche von den bin- reiſten, plarranfſinzenden Blättchen.
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