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den ſäuerſten Wein, z. E. der Muſcateller; diejenigen hingegen, woraus der beſte Wein kommt, werden, dem Geſchmacke nach, nur für mittelmäßig gehalten. Der Rieß- ling iſt z, B. eine der ſäuerſten Arten, und giebt doch guten Wein; die Cultur des Weinſtocks aber iſt ſo verſchieden, als es verſchiedene ſogenannte Weinländer giebt,
Weißdorn, Hagedorn, Cratae- gus. Die Arten dieſer Gattung ſind in ei» ner jeden 2age in freyer Luft fortkommende, zum öfonomiſchen Gebrauche und zur Ver- zierung der Gärten ſchickliche, Bäume und Sträucher.
1) Gemeiner Weißdorn, Hatge- dorn, U7ebldorn, Heckedorn, 1?7eel- fäßchen, C. Oxyacantha L., iſt bey uns in allerley Grunde anzutreſfen, deſſen weiße Blumen dünkelrothe Beeren hinterlaſſen, welche tTeblbeeren, undin Niederſachſen LV76lerbrod genannt werden. Einſchäß- barer Baum, welcher ſich zu Befriedigungs- hecfen ſo gut ſchit, wie faſt fein einziger anderer, von deſſen nun folgenden Abarten, welche gleichfalls überall zut fortkommen, zur Verzierung der Luſtgebüſche und Wild- niſje ein mannichfaltiger Gebrauch gemacht werden kann, Zu den Abarten gehören folgende,
a) Mir gefüllten Blumen, welche eie der vortrefflichſten Zierden im Früh- jahre ſind, von angenehmem Geruche und großer Schönheit. Dieſer Baum ſchit ſich ſogar für kleine Gärten, in denen man kaum 1-- 2 Bäume anbringen kann. Er blüher im May, und ſo reichlich, daß er oft mit Blumen ganz bedeckt zu ſeyn ſcheint, Dieſe gefüllte Spielart kann durch Able- ger und Pfropfen auf gemeine Stämme fortgepflanzt werden,
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b) Mit ſcharlachrothen iBeeren, die überaus groß und glänzend ſind,
c) Mit gelben Beeren, iſt ein ſehr auserleſener Baum; Die Knoſpen ſind im Frühjahre ſchön gelb, die Beeren gold« gelb, ſehr tragbar. Dieſer Baum behält ſeine Beeren den ganzen Winter, ſtammt aus Virginien her, und ſollte in keiner anſehnlichen Pflanzung fehlen,
d) Ulir weißen Beeren, wird wes niger geachtet 3 hat nur kleine, ſehr ſchmus ßig weiße Beeren.
e) t7it Ahornblättern, wächſt 15 =- 20 F,. hoch; hat ſehr wenig Stacheln, und große, weißlich grüne, denen des Ahorn ähnliche Blätter; trägt große im Jun. blühende Blumenbüſchel, welche leuctendrothe Beeren hinterlaſſen, die im Binter ein ſchönes Anſehen haben,
2) Virginiſcher ſtacheliger Weiß- dorn mir wolligen Blättern und gelber Srucht, filziger SGatgedorn, C. tomentola L,, iſt vielleicht die obge- dachte, unter der Lit. cc. angeführte, Spielart.
3) Lrordamericaniſcher ſtacheli- ger Weißdorn mit epförmitgen tlat- ten Blättern, ſchariachrother Ha- gedorn, C. coccinea L., iſt an ſeinen ungemein dicken und harten Stacheln leicht kenntlich. Die Blumen hinterlaſſen große ſc<arlachrothe Beeren,
4) Virginiſcher Azerol- We'F--
dorn, Sabnenſporn, C. Crus gallil,, heißt auch Virginiſche Miſpel mit Pflau- menblättern, großen rothen Früchten und ſehr langen Stacheln.
5) Unbewehrrer Weißdorn mir dreylappigenSiätrcern, Azerolbaum, C. Azarolus L. Die Blumen hinterlaſſen große rothe eßbare Beeren von ſäueriichem Geſchmacke, In hieſigen Gärten pflegt man; um große, ſchmackyafte Früchte zu
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