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iſt ein kräftiges Mittel wider den Durh-. fali und. die Ruhr, wenn ſolches von der Schlappigkeit der Gedärme herrührt, Man verordnet das Pulver Morgens und Abends zu einem Quentchen, Wiele Landwirthe rühmen die Pflanze wider den ſchwarzen Kornwurm, und pflegen ſolche um und auf den Kornhaufen zu legen. Dieſe Pflan- ze, von welcher man viel ſchöne Sorten hat, verdient wegen der anſehnlichen Blu- -menähre einen Plaß in den Luſigärten; nur muß man ſie an einen ſchattigen und feuch- ken Ort ſeßen,
2) Yjopblätteritzer Weiderich, L. Hyflopifolia L,, wächſtauffeuchten Gras- pläßen. Strentel: theilen ſich in einige wenige Zweige, etwa 1 F. hoch; Blät»- ter: denen des Yſop ſehr ähnlich; Dluy- men: gewöhnlich bläulich purpurroth.
RB. Gelber Weiderich.
1). Gemeiner gelber Weiderich mit flachen zweigigen Blumenbü- ſcheln, Lyfimachia vulgaris L., hat ſei- nen Aufenthalt an den Wieſengräben, imGe- ſträuche, an den Ufern der Ströme unter den Weiden, u. blühet im Jul. u, 19. Stren-
el: aufrecht, ſteif, geſtreift, 3=> 4 F. b.z
lumen: in Trauben, welche eine Riſpe
bilden, ſchön gelb. Dieſe Abart des gel:
- ben Weiderichs wird auch, wegen ihres
ſchönen Anſehens, in große Gärten aufge- nommen.
2) Spigſirauchförmiger gelber Weiderich, L.thyrGfloraL,, wird im ſchattigen naſſen Grunde und Schlamme ge- funden. 21.: gelb, auf Stielen, aufjedem Seiele ein kugelicher Kopf oder eing Traube, “ 3) Geſtreckter gelber Weiderich mir eyförmig zugeſpitzten B1,. gel- ber Gancdeil, L.nemorum L., wächſt in grob ſandigem feuchtem Boden in Laube holzwäldern gemeiniglich, Dlumen: ein»
Weider
zeln, auf langen dünnen Stielen, klein, gelb.
4) Geſtreckrer gelber Weiderich mit herzförmigen Blättern, Pfen- nizkraut, Egelfraut, Schwalben Eraut, Wieſengeld, L. NumulariaL,, wächſt an den Waſſergräben, auf feuchten Triiten und in naſſen Wäldern. Süren« Tel: zahlreich, ſchwach, an den Gelenken Wurzeln ſchlagend; Blumen: auf lana gen, dünnen Stielen, auf jedem Stiele eis ne kleine gelbe Biume, Manche Schäfer unterhalten dieſe Pflanze in Gärten ſogar, und geben ſie gepulvert den Schaafen als ein Verwahrungsmitctel unter die Le>en.
Weiderichröslein, Weidenrös- lein, Epilobium, eine Gattung, deren Arten zum Teil perennirende Blumen- pflanzen ſür die freyen Gärten ſind, weil ſie meiſtens hoc<wachſend, und 4-6 Wo- <hen blühend ſind.
1) Schmalblätteriges Weiderich- röslein, E. angultifslium L,, wird auf ſteinigen Bergen und in Wäldern mit ſei- nen ſchön blühenden purpurfarbnen Aebren geſunden. Screngel: aufrecht, dick, ättig, 3= 4 F. ho<h, purpurröchlih. Man hat davon einige ſc<öne Abarten,-= Die Vermehrung geſchieht am füglichſten durch die Wurzel.
2) Breitblätteriges Weiderich- röslein, E. latifolium L. Dieſe Artun- terſcheidet ſich von der erſten durch die zwey- mal größern Blumenz auch ſind die Blätter mit einem wollichten Gewebe bedeckt.
3) Raubes Weiderichröslein mit lanzetförmitgen austgezahnten ablauy- fenden B'/ätrern, rancher nroßbiu- mitzer Schotenweiderich mit rotben Zinnen, E. birſürum L. Die Blumen ſind, im Verhältniß der übrigen Arten,
groß


